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Überwachung Bericht: US-Telefonate werden aufgezeichnet.

Foto: Doreen Salcher, Fotolia
Laut einem ehemaligen FBI-Antiterror-Agenten werden alle Telefongespräche und andere Formen der "digitalen Kommunikation" in den USA aufgezeichnet. Ihm zufolge würde es sich dabei um keine Form von Beweis handeln, der im Gericht vorgelegt werden würde, der jedoch Ermittlungen vorantreiben könnte.

Ein Auftritt des ehemaligen FBI-Antiterror-Agenten Tim Clemente auf CNN sorgt derzeit für Diskussionen in den USA. Clemente behauptete während einem Interview, dass bereits seit einigen Jahren sämtliche Formen digitaler Kommunikation in den USA aufgezeichnet werden. Die Aussage zu diesem Thema kam unerwartet, Clemente war als Experte zu den Ermittlungen im Fall der Boston-Anschläge geladen.

Kein Beweis-Charakter 
Derzeit wird offenbar mit Hilfe von aufgenommenen Telefongesprächen die Rolle der Witwe des verstorbenen Attentäters Tamerlan Tsarnaev untersucht. Laut Clemente gibt es "einen Weg herauszufinden, was in diesen Gesprächen gesagt wurde" - auch ohne, dass es offenbar zuvor eine offizielle Überwachung der Telefonleitung gab. Es sei ein Beweis, "den das FBI nicht unbedingt im Gericht präsentieren würde, der aber definitiv bei den Ermittlungen hilft."

Vermehrt Berichte über Überwachung
Mit diesen Aussagen bestätigte Clemente zahlreiche Berichte der letzten Jahre, wonach der US-Nachrichtendienst NSA sämtliche Kommunikation in den USA aufzeichnet. Der US-Journalist Glenn Greenwald machte unter anderem auf die Aussagen von Clemente im Guardian aufmerksam. Darin weist er auf frühere Berichte hin, wonach die NSA "pro Tag mehr als 1,7 Milliarden E-Mails, Telefonanrufe und andere Formen der Kommunikation" aufzeichnen würde. Zuletzt machte ein ehemaliger NSA-Mitarbeiter offiziell, dass der Nachrichtendienst mehr als 20 Milliarden derartiger Datensätze über US-Bürger gesammelt hätte.

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(futurezone) Erstellt am 06.05.2013, 08:30

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