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Urheberrecht Deutschland: Google News soll Abgaben zahlen.

Foto: AP Photo/Jens Meyer,
Webseiten, die Nachrichten von verschiedenen Portalen sammeln und aufbereiten, sollen in Zukunft Gebühren an die Urheber der Texte zahlen. Die deutschen Printmedien begrüßen die geplante Reform, Kritiker sehen einen "schwarzen Tag für das Urheberrecht".

Die schwarz-gelbe Koalition in Deutschland will das Urheberrecht im Internet ausbauen. So sollen Suchmaschinenbetreiber mit Nachrichten-Angeboten wie Google News in Zukunft für ihre Veröffentlichung von Presseartikeln eine Abgabe an die Verlage ausschütten.  An den Geldern sollen die Autoren und Kreativen beteiligt werden. Privatleute soll es nicht betreffen, da die private Nutzung von Presseerzeugnissen im Internet kostenlos bleibt, wie im Protokoll festgehalten wurde. Demnach soll für die Pressetexte eine Schutzfrist von einem Jahr gelten.

Die deutschen Printmedien haben den Vorstoß begrüßt. Im digitalen Zeitalter sei ein solches Recht unverzichtbar, um die gemeinsame Leistung von Journalisten und Verlegern wirksam schützen zu können, erklärten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Montag in Berlin.

Kritiker des Vorschlages befürchten, dass das neue Gesetz auch massive Auswirkungen auf soziale Medien und Blogs haben wird, da im geplanten Text nicht genau definiert wird, ab wann im Internet etwas als gewerblich gilt. Der deutschen Regierung wird vorgeworfen, vor den Presseverlagen in die Knie gegangen zu sein. Das Blog irights.info schreibt von einem "schwarzen Tag für das Urheberrecht".

(futurezone/dpa) Erstellt am 05.03.2012, 12:30

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