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Wikileaks Ecuadors Staatschef meldet sich zu Fall Assange.

Foto: apa/FACUNDO ARRIZABALAGA
Ecuadors Staatschef Rafael Correa hat die Gespräche zur Lösung des Konflikts um Wikileaks-Gründer Julian Assange als „schwierig“ bezeichnet. „Es fehlte der Wille, eine Lösung zu finden“, sagte Correa der Nachrichtenagentur dpa, vor seinem Abflug in Santiago de Chile, wo er seinem Amtskollegen Sebastián Piñera einen Staatsbesuch abstattete.

Der 41 Jahre alte Australier Assange sitzt seit fünf Monaten in der Botschaft Ecuadors in London. Die Regierung des südamerikanischen Staates hat ihm politisches Asyl gewährt. Großbritannien will Assange nach Schweden ausliefern, wo ihm Sexualdelikte vorgeworfen werden.

Der Wikileaks-Gründer befürchtet, dass er von dort aus in die USA abgeschoben und wegen der Veröffentlichung von Geheimdokumenten auf der Internetplatform vor Gericht gestellt werden könnte.

Drei Lösungswege
Es gebe drei Wege zur Lösung des Falles Assage, sagte Correa. Die schwedische Justiz könne ihn wegen der ihm angelasteten Sexualdelikte in der Botschaft Ecuadors in London verhören. Assange könne aber auch zum Verhör nach Stockholm reisen, wenn Schweden garantiere, dass er nicht an Drittländer ausgeliefert werde. Die dritte Möglichkeit sei, dass Großbritannien Assange freies Geleit gewähre, um die Botschaft zu verlassen, sagte Correa. Dies sei aber die schwierigste Alternative.

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(dpa) Erstellt am 28.10.2012, 08:00

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