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COPPA Facebook: US-Datenschutz verletzt Redefreiheit.

Foto: REUTERS
Das Soziale Netzwerk wehrt sich gegen eine Änderung des Children's Online Privacy Protection Act, das den Datenschutz für Kinder im Internet regelt. Demnach wird durch eine unklare Formulierung die Redefreiheit der Minderjährigen eingeschränkt.

Eine Reform des Children`s Online Privacy Protection Act, der den Datenschutz für Kinder unter 13 Jahren in den USA regelt, sorgt derzeit für Aufregung bei Facebook. Das Soziale Netzwerk hat die verantwortlichen US-Wettbewerbsbehörde FTC in einer Stellungnahme dazu aufgefordert, die geplanten Änderungen zu verwerfen, da diese das verfassungsmäßige Recht auf Redefreiheit verletzen würden. Da auch die Fähigkeit von Kindern über 13 Jahren zum "Liken", Beiträge kommentieren und weiterempfehlen auf fremden Webseiten durch die Änderungen eingeschränkt würde, sei eine Verletzung der Grundrechte gegeben.

Keine Werbe-Cookies für Kinder
COPPA sieht starke Einschränkungen für Webseiten beim Sammeln von Personen unter 13 Jahren vor. Das Gesetz wurde bereits 1998 verabschiedet und soll nun reformiert werden. Darin werden die Regeln aber nicht etwa gelockert, sondern von Webseiten auch auf Spiele, Apps, Anzeigennetzwerke und jegliche andere Plug-Ins erweitert. So dürften Onlinewerber künftig keinerlei Cookies zum Anzeigen von Werbung verwenden. Auch müssen Webseiten, die sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene richten, künftig eine Altersabfrage über ein Log In durchführen, um so gewisse Inhalte vor Kindern zu verbergen.

Facebook für Kinder
Die Änderung dürfte Facebook wohl auf dem falschen Fuß erwischt haben, denn das fast eine Milliarde Mitglieder zählende Soziale Netzwerk plant derzeit laut verschiedenen Medienberichten künftig auch Kinder unter 13 Jahren auf seiner Plattform zuzulassen. Daher bat Facebook auch um eine Lockerung der Regeln für Online-Werbung, da "Werbung von einer Webseite weniger Datenschutzbedenken hervorruft im Vergleich zu Werbenetzwerken."

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(futurezone) Erstellt am 30.09.2012, 10:00

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