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Treffen OGD-Camp: Open Data werden erwachsen.

Foto: Screenshot OGD Camp
Im polnischen Warschau fand am Donnerstag und Freitag der weltgrößte Event zu Open Data, das Open Government Data Camp (OGD Camp), mit Besuchern aus mehr als 40 Ländern weltweit statt.

Ein Wort schwebte über dem zweiten Open Government Data Camp in Warschau: "mature" ("erwachsen"). Das größte Euopäische Treffen von Open-Data-Aktivisten wird langsam erwachsen. Das rasant herangewachsene Kind macht sich nun Gedanken über die eigene Zukunft, über Ziele die erreicht wurden, und offenen Fragen, die es noch immer gibt.

Die Videobotschaft der für die Digitale Agenda zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes bekräftigte die Bereitschaft der Europäischen Kommission, dem OGD-Projekt mit konkreten Projekten, strategischen Initiativen innerhalb der europäischen Bürokratie und vor allem durch politische Unterstützung zur Seite zu stehen. Das zeigen auch ein für 2012 geplantes Portal für Verwaltungsdaten der EU und ein Datenkatalog mit offenen Regierungsdaten aus den Mitgliedsstaaten, der für 2013 vorgesehen ist. Der EU ist es wichtig, Open Government Data als strategisches Ziel auszubauen.

"Systeme vernetzen"
OGD-Evangelist Dave Eaves "heizte" die Stimmung mit mitreißenden Appellen an: Man solle die Energie der vegangenen Jahre ebenso behalten, wie die Gewissheit etwas Großartiges geschaffen zu haben. Nun ginge es vor allem darum, die Systeme zu vernetzen und die OGD-Inseln mit gemeinsamen Schemas interoperabel zu machen. Die Community solle zu neuen Partnerschaften mit globalen Playern bereit sein. Dabei nannte er exemplarisch IBM oder Google.

Werkzeuge für die Zukunft von Open Data

Ahnlich auch Nigel Shadbolt von der Open-Data-Initiative der britischen Regierung, der auf die derzeit in Entwicklung befindlichen Werkzeuge für die nächste Generation von OGD hinwies. Wie konkret an dieser nächsten, erwachsenen Generation von Open Data gearbeitet wird, zeigten die vielen Workshops, die sich mit Linked Open Data auseinandersetzten.

Die semantischen Technologien die dabei zum Einsatz kommen könnten, versprechen Lösungen für die Austauschbarkeit, Vergleichbarkeit und Auffindbarkeit der Daten. Die von der EU unterstuetzten Projekte LOD2 und LATC, sowie einige KMUs und Forschungseinrichtungen machten dieses OGD Camp auch zu einen Platz, an dem Hand an die technischen Architekturen der nächsten Generation OGD gelegt wurde.

Die Beschaeftigung mit diesen Fragen, wird entscheidend dafür sein, ob Open Government Data auch in fünf Jahren noch Thema sind. Die Besucher des OGD Data Camp in Warschau waren jedenfalls gewillt, ins Erwachsenenleben einzutreten.

(futurezone/Thomas Thurner) Erstellt am 22.10.2011, 10:00

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