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Bericht Staatliche Überwachung im Internet nimmt weltweit zu.

Foto: dpa
Die Zahl der Staaten, die ihre Bürger im Netz überwachen lassen, nimmt zu. Das geht aus dem neuen Bericht der Nichtregierungsorganisation Freedom House hervor.

Der Bericht analysiert die Situation in 60 Staaten, schreibt die Zeit. In 34 davon hat sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Vor allem in Indien, Brasilien, Venezuela und den USA wird der Grad der Freiheit im Internet als deutlich geringer eingeschätzt als im Vorjahr. Das liegt vor allem an den von Edward Snowden publizierten Informationen über die NSA-Praktiken. Am US-Geheimdienst wird in dem Bericht kein gutes Haar gelassen. Die Organisation sei ein Feind der Netzfreiheit und habe die Privatsphäre von Millionen von Menschen im Netz korumpiert.

Dass große US-Internetriesen wie Google, Apple oder Amazon zur Kooperation gezwungen werden können, sei besonders bedenklich, heißt es in dem Bericht über die NSA-Methoden. Politische Meinungsäußerung werde in den USA im Netz aber nicht unterdrückt. Das sei aber ein Problem, das in vielen Staaten, etwa Rußland, China, Iran oder Saudi-Arabien, schlimmer werde. Diese Länder finden demnach immer ausgefeiltere Methoden, um das Netz zu überwachen, Inhalte zu sperren und Kritik zu unterbinden.

Positiv sehen die Experten die Entwicklung in 16 Ländern, zum Beispiel Marokko oder Myanmar. Auch Online-Aktivismus ist laut den Autoren auf dem Vormarsch. Das freiste Internet gibt es nach der Studie in Island. Dahinter folgen Estland und Deutschland. Am schlechtesten ist die Lage in Syrien, Kuba, China und dem Iran. 

(futurezone) Erstellt am 14.10.2013, 09:32

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