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Datenschutz US-Behörden fragen vermehrt Daten im Netz ab.

Google, Facebook oder diverse Internet Service Provider werden regelmäßig zur Datenherausgabe aufgefordert. Gesetzlich müssen diese Anfragen in den USA nicht dokumentiert werden.

Behörden der US-Regierung fragen jährlich tausende gespeicherte Datensätze von US-Internetunternehmen wie Google, Facebook oder AOL ab. Im Gegensatz zum traditionellen Abhören in Echtzeit muss das Abfragen von gespeicherten Daten in den USA nicht gemeldet werden und taucht darum in keiner offiziellen Statistik auf.

Das hat der Doktoratsanwärter Christopher Soghoian in einem Forschungsbericht an der Indiana University in den USA festgestellt. In seinem Bericht hält er fest, dass zu dieser Thematik kaum präzise Aussagen gemacht werden können: "Nachdem diese Anfragen  zu einem überwiegenden Teil nicht aufgezeichnet werden, ist es für den Kongress oder die Öffentlichkeit sehr schwierig, das gesamte Ausmaß zu erfassen."

1000 Anfragen monatlich
In seiner Untersuchung fand er heraus, dass der Internet Service Provider AOL im Jahr 2006 pro Monat rund 1000 solcher Anfragen zur Datenfreigabe erhalten habe. 2009 hat ein Mitarbeiter von Facebook gegenüber dem Wochenmagazin Newsweek erwähnt, dass das Online-Netzwerk täglich mit etwa zehn bis 20 derartiger Anfragen konfrontiert sei.

Der Suchmaschinenkonzern Google hat in einem offiziellen Bericht aus dem Jahr 2010 selbst offen gelegt, dass in den Monaten Januar bis Juni genau 4287 Aufforderungen zur Datenherausgabe eingegangen sind.

In seinem Forschungsbericht schlägt Soghoian der US-Regierung vor, diesen Umstand schnellstmöglich zu ändern und das Abfragen der gespeicherten Daten meldepflichtig zu machen.

(futurezone) Erstellt am 12.04.2011, 17:20

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