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Mit dem Festnetz-Telefon Angry Birds spielen

Der Telekommunikationshersteller Gigaset hat mit dem SL 930 ein Festnetztelefon auf Android-Basis präsentiert. Das Gerät soll noch 2013 erscheinen und mit einem Quadcore-Prozessor sowie 512 MB RAM kommen. Die futurezone hat eine kurze Partie Angry Birds mit dem Gerät gespielt sowie dessen Funktionen getestet.

Fernseher, Mini-PCs, Multimediaplayer, Kameras - Googles Betriebssystem Android findet sich bereits seit längerer Zeit auch auf anderen Plattformen als Smartphones und Tablets. Der Telekommunikationshersteller Gigaset kündigte nun auf der IFA an, dass es zukünftig auch Festnetz-Telefone mit Android anbieten möchte. Die futurezone hat einen ersten Prototypen der für 2013 geplanten Geräte testen können.

Auf den ersten Blick wirkt das Gigaset SL 930 wie jedes andere DECT-Telefon. Auch beim Wählen lassen sich noch keine Unterschiede zu anderen Geräten erkennen. Doch auf dem Gerät ist Android installiert und damit befindet sich darin die selbe Basis wie in jedem anderen Smartphone. Das System lässt sich mit kompatiblen Android- und iOS-Smartphones synchronisieren. Der Homescreen kann mit einigen Funktionen personalisiert werden, noch ist die Software allerdings nicht final. Der Homescreen ist schlicht und erinnert an andere Geräte der SL-Serie. Über den App Store lassen sich auch bekannte Apps wie Angry Birds installieren. Das Spiel lief im Test flüssig, obwohl es sich noch um einen frühen Prototypen handelte. Die Dicke ist aus Smartphone-Sicht gewaltig, für ein Festnetztelefon allerdings in Ordnung. Beim Prototypen kam noch Android 2.3.5 zum Einsatz, bei der Veröffentlichung soll Ice Cream Sandwich (Android 4.0) verwendet werden. Die App-Verwaltung ist klassisch und kaum verändert, lediglich der Play Store fehlt noch. In der Docking-Station wirkt das Gerät wie ein Smartphone in einer Ladestation.

Optisch sieht das Gerät wie alle anderen DECT-Telefone der SL-Serie aus. Das liegt aber vor allem daran, dass es sich nach wie vor um eine Design-Studie handelt und noch nichts final ist. So soll in der Front noch eine Kamera für Videotelefonie eingebaut werden. Das Telefon selbst zeichnet sich durch die stark abgerundete Rückseite aus, die an eine dickere Variante des iPhone 3GS erinnert.

Flottes Telefon
Das Design würde für ein neues Smartphone etwas altbacken wirken, im Bereich von DECT-Telefonen liegt die Latte diesbezüglich noch nicht sehr hoch. Die Kunststoff-Rückseite ist besonders anfällig für Fingerabdrücke, ebenso wie der relativ kleine Touchscreen auf der Vorderseite. Zu den Spezifikationen des Geräts konnte Gigaset noch keinerlei genauere Angaben machen, die fertige Variante soll allerdings einen Quadcore-Prozessor sowie 512 MB RAM beinhalten.

Kontakte können über die QuickSync-Software mit Android- und iOS-Geräten synchronisiert werden. Damit soll die Lücke zwischen Smartphones und herkömmlichen Telefonen geschlossen werden. Ende 2013 folgt mit Maxwell ein Tisch-Telefon, das über einen 10,1 Zoll großen Touchscreen bedient werden kann und ebenfalls auf Android basiert. Dieses Gerät war auf der IFA noch nicht zu sehen.

Nicht erstes Android-Festnetztelefon
Das SL 930 soll im Juni 2013 auf den Markt kommen und "etwas teurer als das SL920" sein. Damit dürfte der Preis voraussichtlich zwischen 150 und 200 Euro liegen. Das erste Android-Festnetztelefon ist es aber dennoch nicht: Die Deutsche Telekom hat bereits Anfang dieses Jahres mit dem Speedphone 700 ebenfalls ein Festnetzgerät auf Android-Basis präsentiert. Dieses ist allerdings nur mit einem 2,4 Zoll-Bildschirm ausgestattet, das eine Auflösung von 240 mal 400 Bildpunkten bietet.

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Tags: IFA


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