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Fehlschläge

Die Flops der japanischen Elektronik-Riesen

Die Elektronikriesen Sharp, Panasonic und Sony stecken tief in den roten Zahlen, die Rating-Agentur Fitch stufte die Bewertung von Sony und Panasonic sogar auf das sogenannte "Ramsch"-Niveau herab. Neben der Wirtschaftskrise und stagnierender Nachfrage sind auch zahlreiche missglückte Produkte für die Krise verantwortlich. Die futurezone hat einige dieser Produkte zusammengetragen.

Panasonic, Sharp und Sony - drei der größten Elektronikkonzerne der Welt durchwandern derzeit die wohl schwierigsten Momente seit deren Bestehen - und das noch dazu gleichzeitig. Milliardenverluste, gewaltige Fehlschläge in den einstigen Paradedisziplinen und starke Konkurrenz aus China sorgen für eine der größten Krisen der japanischen Elektronikbranche. Doch nicht nur die Verkettung der unglücklichen Ereignisse - die Wirtschaftskrise, Fukushima sowie die stark sinkende Nachfrage am PC-Markt - haben die Elektronikkonzerne in die roten Zahlen gerissen, es waren auch die unzähligen Fehlschläge in den vergangenen Jahren. Die futurezone hat einige der größten und wichtigsten Produkte der letzten Jahrzehnte, die den Durchbruch nicht geschafft haben, in der folgenden Bilderstrecke gesammelt. 

Wenn einer der drei japanischen Riesen Erfahrung mit Fehlschlägen hat, dann ist es Sony: in den 80er Jahren ging der Kampf zwischen Betamax und VHS zu Ungunsten Sonys aus, die VHS-Kassette trat den Siegeszug an. Mit der UMD scheiterte dann ein weiteres Format glanzlos als Speichermedium für Filme. Das auf den MiniDiscs basierende Format für die Playstation Portable fand keine Käufer und wurde eingestellt. Apropos MiniDisc: das Speichermedium für Musik kann auf eine zwiespältige Bilanz zurückblicken und wurde Ende 2011 eingestellt. Daran konnte auch der vergoldete MiniDisc-Player für 1.700 US-Dollar aus der Qualia-Serie nichts mehr ändern. Beim Nachfolger der PSP, der PSP go, wurde bereits auf die UMD verzichtet, dennoch blieb die Konsole wie Blei in den Regalen liegen. Das lag vor allem an der ungünstigen Haptik sowie der mageren Spieleauswahl. Auch Panasonic hat sich Anfang der 90er-Jahre in den Spielkonsolen-Markt gewagt, konnte aber trotz fünf Millionen verkaufter Einheiten und der Unterstützung von Electronic Arts nie Fuß fassen. So blieb man viel mehr bei der Herstellung von Plasma-Bildschirmen. Der 152 Zoll große Plasma-Fernseher mit 4K2K-Auflösung wiegt mehr als 600 Kilogramm und kostet derzeit knapp eine Million US-Dollar. Aber auch Sony ist nach wie vor stark im TV-Geschäft vertreten - mit Ausnahmen... So konnte man mit dem XEL-1 zwar den ersten OLED-Bildschirm präsentieren, doch das nur 11 Zoll kleine Gerät kostete bei seiner Vorstellung 2008 knapp 3.000 Euro und die Lebensdauer soll bei lediglich 17.000 Stunden liegen. Somit wäre das Gerät nach zwei Jahren Dauerbetrieb bereits zum Wegwerfen. Auch die Walkman-Marke ist bereits am absteigenden Ast. Heute findet sich der Name Walkman fast nur mehr auf einigen Sony-Smartphones wieder. Doch auch Panasonic musste bereits zahlreiche Fehlschläge hinnehmen. Mit den Klassikern, wie UKW-Radios, ist für den Weltkonzern heute kein Geld mehr zu verdienen. Das musste auch Sharp feststellen und hat sogar einen intelligenten Staubsaugerroboter "mit Gefühlen" im Angebot. Der Cocorobo soll sich mit dem Besitzer sogar unterhalten können. Sonderlich viel Zuspruch fand diese Idee bislang nicht. In anderen Bereichen hat man einfach zu früh investiert. Beispielsweise der Sharp Actius RD3D Laptop, der bereits 2004 einen 3D-Bildschirm bot. Die Technologie, die der des Nintendo 3DS ähnelt, war allerdings noch nicht ausgereift. Mittlerweile ist man wieder zu alten Tugenden zurückgekehrt. Sony und seine Versuche, eigene Formate zu etablieren: was mit der BluRay zuletzt geglückt ist, wollte mit dem Memory Stick einfach nicht funktionieren. Das Speicherkartenformat starb recht rasch, obwohl es in allen Sony-Produkten verwendet wurde. Die Vorteile zu den günstigeren SD-Speicherkarten waren einfach zu gering. Auch das 2003 veröffentlichte Handy Clié PEG-NZ90 kam viel zu früh. Das mit Palm OS 5 ausgestattete Gerät, das sehr viel mit modernen Smartphones gemein hat, konnte trotz QWERTY-Tastatur und Touchscreen nicht überzeugen. Ein ungewöhnlicher Hybride von Sony schaffte auch nicht den Durchbruch: der Sony VN CX1 war eine Kombination aus VoIP-Telefon und Maus. Obwohl das Gerät mit knapp 80 US-Dollar relativ günstig war, konnte trotz Skype 2006 der kommerzielle Erfolg nicht gelingen.
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Tags: Sony, Panasonic, Sharp, Galerien


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