Test
Scanner zum Mitnehmen: Fujitsu S1100
Mit dem „Scansnap S1100“ hat Fujitsu einen Mini-Scanner veröffentlicht, der problemlos in die Notebook-Tasche passt und keine eigene Stromversorgung benötigt. futurezone hat den Scanner-On-The-Go getestet.
Der Fujitsu Scansnap S1100 (163 Euro) wiegt 350 und hat die Abmessungen von 273x47x34 Millimetern. Trotz der kompakten Form (der Scanner lässt sich problemlos in einer Chips-Dose verstecken) ist es ein vollwertiger A4-Scanner mit Papiereinzug. Ein eigenes Netzteil wird für den Scanscnap nicht benötigt – die Stromspeisung erfolgt über das inkludierte Mini-USB-Kabel.
Bevor der Scanner angesteckt wird, muss die Software installiert werden. Diese wird auf DVD mitgeliefert und ist nicht zum Download verfügbar. Will man also den Scanner mit einem Netbook nutzen, muss man Treiber und Software über ein externes Laufwerk installieren oder von einem Laptop oder Computer mit USB-Stick übertragen.
Klappe auf
Der Scanner ist bewusst simpel aufgebaut und hat lediglich eine Taste und zwei Klappen. Die Frontklappe schützt den Papiereinzug und ist gleichzeitig Auflagefläche, damit das einzulesende Dokument problemlos den Weg in den Scanner schafft. Wird die hintere Klappe geöffnet, wird das Blatt, nachdem es den Scanner durchlaufen hat, nicht nach hinten ausgeworfen sondern landet umgedreht vor dem Scanner. Das ist zwar nicht so bequem wie eine Office-Gerät mit automatischen, beidseitigen Scan, aber zumindest oder eine kleine Arbeitserleichterung.
Der Scanner wird eingeschalten, sobald die Frontklappe geöffnet ist. Der Scanvorgang startet mit einem Druck auf die Taste on der Geräte-Oberseite. Ab jetzt ist ein Endlos-Einzug aktiviert. Legt man nach der ersten Seite weitere ein, werden diese automatisch zu einem mehrseitigen Dokument zusammengefasst. Wird die Taste erneut gedrückt, stoppt der Scanvorgang und ein Menü lässt auswählen, ob das Dokument als JPG oder PDF gespeichert oder als Text in Word umgewandelt werden soll. Die Texterkennung ist präzise, auch die Qualität gescannter Texte als PDF oder JPG kann überzeugen. Fotos und Bilder werden aber generell etwas zu blass eingelesen. Zudem ist die Software unnötig umständlich aufgebaut. Anstatt einfach auswählen zu können, in welchem Dateiformat das Dokument gespeichert wird, muss „Scan to Folder“ angeklickt werden, um ein PDF, bzw „Scan to Picture Folder“ um ein JPG zu erstellen.
Fazit
Trotz der kleinen Größe schafft der Scansnap bis zu 7,5 Seiten pro Minute. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Einzugsmethode die Seiten automatisch ausgerichtet werden, während bei Flachbett-Scanner einzelne A5- oder A4-Seiten schon mal verrutschen. Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit quasi unendlich lange Dokumente zu scannen, etwa ein ausgeklappter Folder, solange diese nicht die Breite einer A4-Seite überschreiten.
Durch den Papiereinzug gibt es aber natürlich auch Einschränkung. Dickes Papier lässt sich noch scannen, ebenso Visitenkarten. Bei Karton ist dann aber Schluss, ganz zu schweigen von Büchern, die aufgeschlagen in einem Flachbett-Scanner kein Problem darstellen.
Tags: Tests
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