Fiasko
Online-Netzwerk Path entschuldigt sich
Bisher gesammelte Adressdaten werden gelöscht, in einer neuen Version wird aber die fehlende Erlaubnis jetzt eingeholt.
Die Online-Plattform Path, die beim heimlichen Hochladen der gesamten iPhone-Adressbücher ihrer Nutzer erwischt wurde, hat nach heftiger Kritik die Daten jetzt gelöscht. Die Firma will aber weiterhin auf die Adressbücher zugreifen, lässt sich dies aber in der neuen Version der App erst ausdrücklich erlauben.
Man wolle die Daten haben, um den Nutzern das Finden von Freunden und Familienmitgliedern in dem Netzwerk zu erleichtern, erläuterte Mitgründer und Chef Dave Morin. Um mehr sei es nicht gegangen. „Wir haben gedacht, wir machen alles richtig“, verteidigte er sich in einem Interview mit dem Magazin „Wired“. Das Hochladen der Adressdaten wurde allerdings weder in den Geschäftsbedingungen erwähnt, noch wurden die Nutzer darauf hingewiesen.
"Erstes persönliches Netzwerk"
Bei Path können Nutzer - ähnlich wie bei Facebook oder Twitter - Bilder und Videos oder ihre Aktivitäten miteinander teilen. Die Enthüllung war besonders schmerzhaft, weil Path ausdrücklich damit warb, einen besseren Schutz der Privatsphäre zu bieten als „erstes persönliches Netzwerk“.
In den vergangenen Wochen hatte einige Internet-Beobachter Path bereits als nächsten Star unter den Online-Netzwerken und eine Alternative zu Facebook gehandelt. Morin ist ein früherer Facebook-Manager, der 2010 Path startete. Ende 2011 soll das Netzwerk rund 300 000 Mitglieder gehabt haben. Unter den Mitgründern ist auch Shawn Fanning, der einst mit der Musiktauschbörse Napster der Musikindustrie zusetzte.
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Tags:
Datenschutz, Social Media, Datenleck, Datenspeicher
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Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf futurezone.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
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