iOS-Affäre
Apple will Zugriff auf Kontaktdaten beschränken
Apps von Path, Twitter und Hipster sind dabei erwischt worden, ungefragt die Adressbuchinformationen von iOS-Nutzern auszulesen. Nach einem medialen Aufschrei will Apple die Zugriffsmöglichkeiten mit einem Update einschränken - Nutzer müssen der Funktion fortan explizit zustimmen.
Apple spricht nach der Aufregung um das heimliche Kopieren von iPhone-Adressbüchern durch mindestens eine populäre App ein Machtwort: Künftig soll der Zugriff auf Kontaktlisten nur mit ausdrücklicher Zustimmung eines Nutzers möglich sein.
"Apps, die Kontaktdaten von Nutzern ohne deren vorherige Zustimmung sammeln oder übertragen, verletzen unsere Richtlinien", sagte ein Apple-Sprecher dem Online-Dienst CNET am Mittwoch.
Das Online-Netzwerk Path war vor kurzem dabei erwischt worden, dass seine iPhone-App heimlich das gesamte Adressbuch eines Nutzers auf Server des Unternehmens hochlud. Path rechtfertigte sich damit, dass auf diese Weise die Suche nach Bekannten bei dem Netzwerk erleichtert werde. Nach einem Aufschrei in der Fachpresse entschuldigte sich Path und holt jetzt die Zustimmung der Nutzer ein.
Auch Twitter, Hipster betroffen
Allerdings nannten Software-Experten in den Tagen darauf immer mehr weitere Apps wie jene von Twitter oder Hipster, die ähnlich vorzugehen scheinen. Entsprechend wurde Kritik an Apple laut, weil dies überhaupt möglich sei. Path hatte Ende vergangenen Jahres rund 300.000 Nutzer - und Apples iOS-Betriebssystem, mit dem die iPhones und iPads sowie der iPod touch laufen, mehr als 200 Millionen.
In einer künftigen Version der Software werde - wie bereits bei Geoinformationen üblich - der Zugriff von Apps auf Kontaktlisten grundsätzlich nur mit Zustimmung des Nutzers möglich sein, sagte der Apple-Sprecher CNET.
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Tags:
Twitter, Apps, Apple, iOS
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