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Patente Apple erhält Patent für Touchscreen-Anzeige.

Foto: Screenshot
Ein umfassendes Patent für die "Anzeige von Inhalten auf Touchscreen-Bildschirmen" könnte den Patentkrieg zwischen den Smartphoneherstellern weiter anheizen. Dabei hat sich Apple unter anderem auch einen "ausblendbaren Scrollbalken" rechtlich schützen lassen.

Apple bekommt mit einem weitreichenden Patent für die Anzeige von Inhalten auf Touchscreen-Bildschirmen frische Munition im Patentkrieg der Mobilfunk-Branche. Das im März eingereichte US-Patent 8223134 gilt für die Anzeige von Listen wie etwa Bilder-Alben oder E-Mails sowie einzelner Dokumente. Es geht unter anderem darum, wie das Gerät dabei auf Fingerbewegungen reagiert und welche zusätzlichen Elemente wie Balken eingeblendet werden. Besonderen Wert scheint man auf die letzte Funktion gelegt zu haben, die mit der letzten Version auch in Mac OS X integriert wurde. Da derartige Techniken allerdings auch bei anderen Betriebssystemen, wie Windows Phone oder Android, zum Einsatz kommt, sind weitere Klagen von Apple zu erwarten.

"Mother of all Smartphone Software Patents"
Letztlich wird durch das neue Patent weiträumig das Bedienkonzept geschützt, das Apple seit 2007 für das iPhone und das iPad-Tablet entwickelt hat. Nach Einschätzung von Experten könnte das Patent neue Probleme für Hersteller von Geräten mit dem Google-Betriebssystems Android bedeuten, mit denen Apple im Clinch liegt. Das Wirtschaftsmagazin Fortune bezeichnete es sogar als "die Mutter aller Smartphone-Softwarepatente".

Angst vor "Copycats"
Apple hält bereits mehrere gewichtige Patente zum Umgang mit berührungsempfindlichen Bildschirmen, die auch in den weltweiten Patentverfahren zum Einsatz kommen. Das amerikanische Patentamt gewährte Apple am Dienstag auch noch mehrere weitere Patente, die sich vor allem mit der Computer-Technik wie Prozessoren und Speicher befassen. Damit setzt Apple-CEO Tim Cook seine auf der diesjährigen "All Things Digital"-Konferenz angekündigte Linie fort. Dort sagte er unter anderem: "Wir können nicht all unsere Energie und Sorgfalt in das Endprodukt stecken und dann jemand anderen seinen Namen darunter setzen lassen."

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(futurezone, dpa) Erstellt am 18.07.2012, 16:00

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