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Browser Chrome warnt vor unverschlüsselten Webseiten.

Chrome könnte künftig unverschlüsselte Kommunikation entlarven
Chrome könnte künftig unverschlüsselte Kommunikation entlarven - Foto: AP/Mark Lennihan
Während Politiker das Ende verschlüsselter Kommunikation fordern, experimentiert Google bei Chrome mit einem Feature, das jegliche unverschlüsselte Webseite enttarnt.

In der Testversion von Googles Browser Chrome kann ein neues Feature aktiviert werden, das in der URL-Zeile anzeigt, ob die Webseite verschlüsselt gestaltet ist. Die Funktion ist nicht standardmäßig aktiviert. Wer die Funktion ausprobieren möchte, muss die aktuelle Developer-Version von Chrome Canary installieren und die experimentelle Funktion unter chrome://flags aktivieren. Sie findet sich unter dem Punkt: "Mark non-secure origins as non-secure" ziemlich am Ende der Liste.

Symbol warnt

Einmal aktiviert, zeigt ein durchgestrichenes Schloss neben der URL an, wenn eine Seite unverschlüsselt konzipiert ist. Derzeit folgt die Logik dem umgekehrten Prinzip, User werden per Symbol darauf hingewiesen, wenn die Identität einer Seite bekannt und diese verschlüsselt wird. Sollten die Browserhersteller hier umschwenken und verschlüsselte Kommunikation zum wünschenswerten Standard erheben, würde das sicher auch zum Umdenken der Öffentlichkeit und in weiterer Folge von Webseitenbetreibern führen.

Mit dem experimentellen Feature, das in Zukunft auch in finalen Versionen von Chrome eingesetzt werden könnte, würde Google auch Politikern wie dem britischen Premier David Cameron, aber auch US-Präsident Barack Obama entgegentreten, die verschlüsselte Kommunikation als Anti-Terrormaßnahme gerne opfern würden. Sicherheits-Experten haben Camerons Pläne bereits heftig kritisiert.

(futurezone) Erstellt am 01.02.2015, 11:12

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