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CeBIT Fabbster: 3D-Drucker für den Heimgebrauch.

Foto: Barbara Wimmer
Die deutsche Firma Fabbster hat auf der CeBIT in Hannover ihren 3D-Drucker präsentiert, der seit dem Herbst 2012 auf dem Markt erhältlich ist. Der 3D-Drucker ist für den Heimgebrauch gedacht. Statt Kunststoffdraht kommen dabei gezahnte Sticks zum Einsatz, die aus unterschiedlichsten Materalien bestehen können.

Der Andrang beim Fabbster-Stand auf der CeBIT war groß. Viele Besucher wollten das 3D-Druckverfahren des deutschen Herstellers sehen, das in 20 Minuten eine rund zehn Zentimeter hohe Figur, genauer gesagt eine Abbildung des weiblichen Körpers, in rot-blau ausdruckte.  Der Drucker arbeitete auf Hochtouren, der ABS-Kunststoff strahlte einen intensiven Geruch aus. Das Besondere am 3D-Drucker von Fabbster ist, dass er für das Aufschmelzen von Kunststoffmaterial sogenannte Like-Sticks verwendet anstelle von Kunststoffdraht.

Beim Stick Deposition Moulding-Verfahren wird der Extruder mit den Material-Sticks gefüttert. Durch einen formschlüssigen Antrieb bietet das Verfahren eine präzise Dosierung der Schmelze. Der Schmelzvorgang selbst wird bei rund 250 Grad Celsius durchgeführt. Die Like-Sticks wandern dabei durch einen Schlauch bis zur Düse. Danach wird eine Schicht nach der anderen aufeinandergesetzt, bevor das Material abkühlt.

Tests mit neuen Materialien
Fabbster experimentiert zudem mit verschiedenen Materialien für ihre Like-Sticks. Das Basismaterial ist ABS Kunststoff, aber mit Like-Flex gibt es zudem ein neues, flexibles Material, das man beispielsweise auch einsetzen kann, um Gummireifen für Modelle 3D-auszudrucken. Außerdem wird gerade ein Material getestet, das Holz ähneln soll. Hierfür wird Thermoplast mit Holzfasern versehen. Ob sich das Material auch dazu eignet, beispielsweise Kaffee-Tassen nachzubilden, lässt der Hersteller offen. "Das wurde noch nicht ausführlich genug getestet", erklärt eine Mitarbeiterin gegenüber der futurezone. Die Dämpfe des Materials seien auf jeden Fall nicht gefährlich, heißt es zudem.

Der 3D-Drucker von Fabster eignet sich dafür, kaputt gegangene Gegenstände zu ersetzen, da man mitttels 3D-Scanner den Gegenstand einscannen kann und dann wieder ausdrucken. Oder man gestaltet Gegenstände ganz einfach selbst. Die dafür notwendige Design-Software wird von Fabbster nicht mitgeliefert, dafür allerdings ein Kit, das notwendig ist, um den 3D-Druck an die spezifischen Anforderungen der Teile anzupassen. Fabbster bietet zudem die Möglichkeit, den 3D-Drucker nachzurüsten, wenn weitere Add-Ons verfügbar sind. So wird etwa auch gerade eine Multi-Extruder entwickelt, damit auch mehrfärbiges Drucken möglich sein wird.

1500 Euro Verkaufspreis
Für einen zehn Zentimeter großen Gegenstand muss man rund 20 bis 25 Minuten Zeit rechnen. Bevor Fabbster auf den Markt kam, wurde er vor rund einem Jahr von Pilotkunden getestet. Seit Herbst 2012 ist Fabbster für 1500 Euro erhältlich. 200 Gramm Stick-Material (das sind 100 Sticks) kostet 16 Euro (Farben) und 14 Euro (Natur). Die Farben, die dabei zur Auswahl stehen, sind: Schwarz, Weiß, Silber, Blau, Grün, Gelb, Orange, Rot und Rosa. "Die Nachfrage nach unserem 3D-Drucker wächst stetig", erklärt eine Mitarbeiterin.

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(futurezone) Erstellt am 06.03.2013, 14:55

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