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CES 2016 Hands-on mit Casios Sport-Smartwatch mit zwei Displays.

Foto: Thomas Prenner
Die Android-Wear-Smartwatch WSD-F10 ist für den Outdoor-Einsatz konzipiert. Optisch erinnert sie an die populären G-Shock-Uhren.

Casio richtet sich mit seiner neuen Android-Wear-Smartwatch, die im Rahmen der CES gezeigt wurde, in erster Linie an Outdoor-Fans. Das Gerät mit der etwas unschön klingenden Bezeichnung WSD-F10 ist größer, als man es von anderen Smartwatches kennt und erinnert ein wenig an die populären G-Shock-Uhren. Durch das große Gehäuse soll sie widerstandsfähiger als andere Wearables sein und sie ist bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht. 

Mit einem Gewicht von 93 Gramm ist sie angesichts ihrer Maße von 61,7mm x 56,4mm x 15,7mm zumindest nicht überwiegend schwer und trägt sich dadurch gut am Handgelenk. Die Uhr entspricht laut Casio der MIL-STD-810-Norm. Dabei handelt es sich um eine Vorgabe des US-Militärs, in der festgehalten wird, wie widerstandsfähig Dinge gegenüber äußerlichen Einflüssen sind. Dazu zählen neben Wasser- und Staubdichtheit auch extreme Temperaturen, Druck und Vibrationen.

Zwei Displays

Um Akku zu sparen, hat Casio bei der Smartwatch zwei übereinander liegende Display-Schichten verbaut. Bei einem Layer handelt es sich um ein monochromes TFT LC-Display, beim anderen um ein gewöhnliches Farbdisplay mit einer Auflösung von 320 x 300 Pixeln. Nutzt man die Uhr gerade nicht aktiv bzw. hat keine App offen, schaltet sie automatisch auf der monochrome Display um. Optisch erinnert die Uhr dann an eine alte Digitaluhr anstatt an eine moderne Smartwatch.

Das Farbdisplay sieht im Vergleich zu anderen modernen Android-Wear-Uhren relativ dunkel aus. Grund dafür könnte sein, dass es relativ tief unter dem Glas liegt, um die Widerstandsfähigkeit zu garantieren. Das Farbdisplay weißt den unschönen Streifen im unteren Bereich auf, wie ihn auch die Motorola 360 hat.

Casio WSD-F10
Foto: Thomas Prenner

Casio hat die Uhr mit mehr physischen Bedienelementen ausgestattet, als man es von Android Wear gewohnt ist. So befinden sich auf der rechten Gehäuseseite drei Knöpfe, mit denen man sich etwa durch die Outdoor-Tools bzw. durch die Apps navigieren kann. Der mittlere Button übernimmt die gewohnten Android-Wear-Funktionen. Die Druckpunkte der Knöpfe könnten klarer sein, immerhin sind sie angenehm groß.

Features

In Sachen Sensoren hat die Outdoor-Uhr zwar mit einem Luftdruck-, Höhenmesser und einem Kompass einige Besonderheiten zu bieten, gleichzeitig verzichtet Casio jedoch auf einen GPS-Empfänger. Um GPS-Apps auf der Uhr zu nutzen, muss ein Android-Handy mit einem entsprechenden Chip verbunden sein. Warum Casio darauf verzichtet hat, ist nicht ganz klar, zumal große Outdoor- und Wanderuhren schon vor Smartwatch-Zeiten auf GPS setzten.

Ein Grund könnte die Akkulaufzeit sein. Laut dem Konzern hält man mit einer Akkuladung “über einen Tag” durch. Bei durchgehender Nutzung sollen es sieben Stunden sein. Diese Werte sind gerade für eine Uhr, die eventuell bei umfangreicheren Outdoor-Aktivitäten zum Einsatz kommen soll, eher enttäuschend. 

Die Uhr soll im Frühling auf den Markt kommen, der US-Preis wird laut unbestätigten Berichten bei etwa 500 Dollar liegen. 

 

Weitere News, Hands-ons und Berichte zur CES 2016 gibt es hier.

Disclaimer: Redakteure der futurezone berichten vor Ort von der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Die Reisekosten werden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung und Dolby übernommen.

(futurezone) Erstellt am 10.01.2016, 06:00

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