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Smartphones Kompakte Mittelklasse: Galaxy SIII Mini im Test.

Foto: Thomas Prenner
Abgesehen von der Größe ist das Smartphone rein äußerlich kaum vom großen Android Flaggschiff Galaxy SIII zu unterscheiden. Im Inneren hat sich aber einiges geändert, wie der futurezone-Test zeigt.

Seit 2010 hat sich am Markt für Android-Smartphones sehr viel getan. Samsungs Galaxy S (i9000), das im Juni 2010 erschienen ist, zählte mit seinem Vier-Zoll-Display zu den größten Androiden am Markt. Gut zweieinhalb Jahre später kommt jetzt ein Smartphone mit der gleichen Display-Diagonale auf den Markt, das aber schon den Zusatz "mini" trägt.

Das SIII mini sieht rein äußerlich seinem großen Schwesternmodell sehr ähnlich. So befindet sich an der Unterseite der charakteristische Home-Button in der bekannten Optik. Kamera und Helligkeitssensor an der Oberseite befinden sich beim kleineren Modell links statt rechts vom Telefonlautsprecher. Die Kamera auf der Rückseite sieht annähernd gleich aus, einzig der LED-Blitz sitzt unterhalb statt neben der Linse.

Das Samsung Galaxy SIII mini misst 121.6 x 63 x 9.9 mm und ist damit in etwa genauso groß wie das erste Smartphone der Galaxy-S-Reihe. Mit 112 Gramm wiegt es rund 20 Gramm weniger als das ausgewachsene SIII. Der Akku hat eine Kapazität von 1500 mAH und ist auswechselbar. Unter dem Akku findet sich noch ein Einschub für eine microSD-Karte mit einer Kapazität von bis zu 32GB. Oberhalb wird die SIM-Karte eingesetzt. Hier fällt auch eine Eigenheit auf: Während das große SIII die kleinen microSIM-Karten verlangt, braucht man beim kleinen SIII die großen, regulären SIMs.

In Sachen Verarbeitung ähnlet das SIII mini dem größeren Modell sehr stark. Das Gehäuse ist durchwegs aus Kunststoff und der Akkudeckel könnte wieder eine Spur stabiler sein. Insgesamt fühlt sich das Smartphone aber durchwegs robust an.

Innenleben und Display
Die Ähnlichkeit zum großen SIII hört beim Innenleben sehr schnell auf. Hier wird deutlich, dass das Smartphone nicht als hochpreisiges High-End-Gerät, sondern als günstiges Mittelklassemodell konzipiert ist.

Herzstück ist die Dual-Core-CPU A9 von Cortex, die auf 1 GHz getaktet ist. Arbeitsspeicher ist ein GB vorhanden. Das Display hat eine Auflösung von 800 x 480, was bei einer Diagonale von vier Zoll zu einer Pixeldichte von 233 PPI führt, 73 PPI weniger als das große Modell. Der Unterschied fällt in der Praxis sofort auf, dem Display-Vergleich mit High-End-Smartphones hält das SIII mini nicht Stand.

Für ein Mittelklasse-Gerät ist die Anzeige aber dennoch akzeptabel. Wie von Samsung gewohnt kommt die Super-AMOLED-Technologie zum Einsatz, die Farben stark gesättigt darstellt. Die Helligkeit des Displays stimmt, wenngleich hier auch ein Wermutstropfen auffällt: Es gibt keine Option, die Helligkeit automatisch zu regulieren, hier muss jedes Mal der Anwender selbst Hand anlegen.

Neben Bluetooth in der neuen Version 4.0 ist WLAN in den Standards a/b/g und n mit an Bord. Es wird auch Ausführungen mit NFC-Chip geben, in Österreich sind diese aber nicht auf dem Markt.

Die Leistung in der Praxis
Trotz der schwächeren Hardware schneidet das SIII min im Vergleich zum großen SIII teilweise recht passabel ab. Im Vellamo-Benchmark kommt es etwa auf 1.379 Punkte und liegt damit nur rund 130 Punkte hinter dem SIII.

Deutlich fällt der Unterschied beim AnTuTu-Benchmark aus. Hier sind sind es 6.818 Punkte beim SIII mini, die große Variante schafft über 10.000 Punkte. Mit dem Quadrant-Benchmark erreicht man 3.071 Punkte, gut 2500 weniger als beim großen SIII.

Android läuft auf dem SIII mini im Alltag großteils flüssig, einzig im Chrome-Browser waren teilweise störende Ruckler bemerkbar. Abgesehen davon zeigte das Smartphone bei den anderen getesteten Apps keine Schwächen, auch nicht bei aufwändigeren 3D-Spielen wie GTA.

Der Akku macht im Test einen durchschnittlich bis guten Eindruck, bei intensiver Nutzung kommt man auf etwa 24 Stunden Betriebszeit.

Galaxy SIII Mini
Foto: Thomas Prenner

Kamera
Die Kamera hat eine Auflösung von fünf Megapixel und produziert Fotos mit einer Auflösung von 2592 x 1944 Pixel. Die Qualität ist durchschnittlich, so sehen Farben unter suboptimalen Lichtverhältnissen schnell verwaschen aus. Auch die Schärfe der Fotos kann nicht vollends überzeugen.

In Sachen Funktionen bietet die Kamera genau das, was man schon vom SIII kennt. Unter den verschiedenen Szenen-Modi findet sich auch der Nachtmodus, der unter schlechten Lichtverhältnissen oft eine große Hilfe darstellt. Auch die Serienfunktion, mit der bis zu 20 Fotos in wenigen Sekunden geschossen werden können, ist verfügbar. Die Funktion "Best Photo" ist ebenfalls vorhanden, bei der die Kamera aus einer Reihe von Aufnahmen automatisch die Beste auswählt. Filmen in Full-HD ist mit dem SIII mini nicht möglich, Videos werden maximal in 1280 x 720 mit 30fps gemacht.

Software
Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android in der Version 4.1.1 (Jelly Bean). Samsung hat seinen hauseigenen Launcher TouchWiz darüber gelegt, was dazu führt, dass sich die Menüs nicht von denen des großen SIII unterscheiden.

Es sind auch alle Funktion verfügbar, die man schon vom großen SIII kennt. Smart Stay sorgt etwa dafür, dass das Display nicht in den Standby-Modus wechselt, solange der Anwender seine Augen darauf gerichtet hat, die von der Frontkamera erkannt werden. Auch die Möglichkeit, Videos in einem Fenster im Vordergrund abzuspielen, während man Android bedient, wurde eingebaut und läuft tadellos.

Fazit
Das Galaxy SIII ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone mit einigen Stärken. So ist es mit einer aktuellen Android-Version ausgestattet und bietet die gleichen Funktionen, wie schon das Spitzenmodell SIII bei seinem Marktstart. Auch die Verarbeitungen bietet keinen Grund für Klagen.

Zwar liegt die gemessene Leistung teilweise deutlich hinter der großen Schwester, im Alltag macht sich das aber nur in seltenen Fällen bemerkbar. Etwas enttäuschend ist das Display. Hier sieht man sofort, dass es sich um kein Spitzenmodell handelt.

Insgesamt kann man das SIII mini als gutes und kompaktes Mittelklasse-Gerät empfehlen. Anwender, die die aktuellen Display-Riesen ohnehin nicht mehr in ihre Hosentaschen bekommen, könnten mit dem SIII mini eine gute Alternative mit aktueller Android-Software bekommen. Auch der Preis ist attraktiv: Die UVP von Samsung liegt zwar bei 439 Euro, im Einzelhandel ist es aber bereits ab 300 Euro zu haben.

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Modell:
Samsung Galaxy SIII m i8190
Display:
4 Zoll Super-AMOLED-HD-Display 800 x 480 Pixel (233 PPI)
Prozessor:
Dual-Core-CPU, Cortex A9, 1 GHz
RAM:
1 GB RAM
Speicher:
8 / 16 GB, MicroSD-Slot (bis zu 32 GB)
Akku:
1500 mAh
Betriebssystem:
Android 4.1.1
Anschlüsse/Extras:
Micro-USB mit MHL, 3,5mm Klinke, WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0, NFC
Kamera:
5 MP Rückseite, VGA Front
Videos:
720p Rückkamera
Maße:
121.6 x 63 x 9.9 mm,
Gewicht:
112 Gramm
Preis:
ab 439 Euro (8GB, UVP), Straßenpreis ab 300 Euro (Stand 13.12.12)

(futurezone) Erstellt am 16.12.2012, 06:00

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