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Geo-CMS Maps Marker: Freies Karten-Tool für Websites.

Foto: Screenshot, mapsmaker
Mit dem Wordpress Plug-in Leaflet Maps Marker des Wiener Entwicklers Robert Harm können freien Karten, etwa vom Kartendienst OpenStreetMap (OSM), markiert, mit Texten und Bilder versehen und in Websites integriert werden.

Orte auf Karten markieren, Texte oder Bilder hinzufügen und auf Blogs oder Websites veröffentlichen. Diese und weitere Möglichkeiten Daten zu verorten und zu organisieren bietet das Wordpress-Plug-in Leaflets Maps Marker, das seit Anfang Jänner unter einer freien Lizenz verfügbar ist. Unterstützt werden die freie Karten von OpenStreetMap (OSM) und der Open Data Initiative der Stadt Wien.

Entwickelt wurde das Karten-Tool vom Wiener Entwickler Robert Harm. Mit der Resonanz ist er zufrieden. 80 bis 130 Downloads des Maps Markers zählt der Entwickler derzeit pro Tag. Insgesamt wurde das Plug-in bereits mehr als 3800 Mal heruntergeladen. Fast 6000 Orte wurden über den Map Marker bereits markiert.

WMS-Layer
Mit dem Maps Marker können auch verschiedene Ebenen über Karten gelegt werden. Etwa mit Daten der Europäischen Umweltagentur oder der Wiener Open Data Initiative. So könne sich etwa jeder Karten mit  Wiener öffentlichen Toiletten, Schwimmbädern oder Citybike-Stationen oder europäischen Daten zur Luftverschmutzung für seinen Blog anfertigen und zusätzliche Marker setzen, meint Harm. Bis zu zehn WMS-Layer (Web Map Service) können pro Karte aktiviert werden.

Export für Google-Maps und AR-Browser
Die Markierungen lassen sich als KML-Datei (Keyhole Markup Language) auch für Google Maps und Google Earth oder als GeoJSON zur Integration in externe Websites oder Apps exportieren. Die Daten können auch als ARML exportiert und und in Augmented Reality (AR) Browsern angezeigt werden. Derzeit wird Wikitude unterstützt. Weitere AR-Browser, wie etwa Layar, sollen folgen.

"Geo-CMS"
"Der Maps Marker entwickelt sich immer mehr zu einem umfangreichen Geo-Content-Management-System (CMS)", sagt Harm. "Die Unterstützung weiterer In- und Output-Formate ist in Vorbereitung".

Freie Karten wie OpenStreetMap werden zunehmend genutzt. Dazu habe auch die Ankündigung Googles beigetragen, künftig für seinen Kartendienst Google Maps bei massiver Nutzung (ab 25.000 Einblendungen pro Tag) Gebühren zu verlangen: "Das hat der Verbreitung von Maps Marker sehr geholfen."

Kollaborative Karten und GPS-Tracks
Neben der Unterstützung weiterer Augmented-Reality-Browser und einer verbesserten Integration in WordPress arbeitet Harm auch an neuen Features des Plug-ins. Künftig soll es etwa Besuchern von Websites möglich sein, selbst Marker zu setzen und Punkte auf Karten einzutragen. Auch GPS-Tracks sollen dargestellt werden können.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Die Anwendungsmöglichkeiten für das Tool sind schon jetzt vielfältig. Gemeinsame Erlebnisse lassen sich damit ebenso dokumentieren, wie Stationen von Stadtführungen oder Reisedestinationen. Auch umfangreiche Datenbestände können ohne großen Aufwand veranschaulicht werden, wie etwa ein Layer mit Daten der Europäischen Umweltagentur zu landwirtschaftlichen Flächen über einer Österreich-Karte zeigt.

Zum Einsatz kommt der Maps Marker auch bei dem derzeit geplanten Volksbegehren für Steuergerechtigkeit ("Her mit dem Zaster"). Auf der Website zeigen die Initiatoren mit Hilfe des Tools, woher die Unterstützungserklärungen für das Volksbegehren kommen. "Mit Karten lassen sich auch Geschichten erzählen", meint Harm. "Und sie können dabei helfen, neue Perspektiven zu vermitteln."

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(futurezone) Erstellt am 29.02.2012, 06:00

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