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Smartphones Neuer Android-Trojaner zeichnet Gespräche auf.

Foto: Claudia Zettel
Eine Schadsoftware sendet Audioaufzeichnung der Telefongespräche an einen Server. Der Entdecker des Trojaners spricht von einem sehr aggressiven Virus und warnt vor dem Trend, schadhafte Programme für Googles Smartphone-Plattform zu entwickeln.

Ein neuer Trojaner für Googles Smartphone-Betriebssystem Android zeichnet laut den Angaben eines Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Total Defense Telefongespräche auf und sendet sie an einen Server. Das Schadprogramm wird bei jedem Anruf gestartet und speichert die Aufzeichnung als Audio-File auf die SD-Karte. Zusätzlich legt die Software eine Textdatei an, die Informationen über die Gesprächslänge und Angaben zum Server enthält. Sobald ein neues Gespräch aufgezeichnet wird, versucht das Schadprogramm das vorangegangenen auf den entsprechenden Server zu laden. Das ist derzeit jedoch nicht möglich, weil der Trojaner einen Programmierfehler enthält.

Aggressiver Virus
Der Forscher Dinesh Venkatesan spricht trotzdem von einem der aggressivsten Viren, die er je aufgedeckt hat. Gleichzeitig sieht er einen Trend, Viren für Googles-Smartphone-Plattform zu entwickeln, weil Entwickler ihre Apps ohne eingängige Sicherheitsprüfung einreichen können.

Laut dem Blogpost tarnt sich der Virus als „Android Systemnachricht“, die den User auffordert, den Button „Installieren“ zu wählen. Die Forscher wollten die genaue Bezeichnung der App aus Sicherheitsgründen nicht bekannt geben.

Wer genau aufpasst, kann sich jedoch schützen, denn das Installationsfenster listet genau auf, welche Rechte die schadhafte App hat. Um das zu sehen, muss man jedoch sehr gut aufpassen, denn das Fenster taucht während der Installation eines unscheinbaren Programms auf.

Gefahren für Android-User
Eine Studie hat aufgezeigt, dass Android-Nutzer heutzutage 2,5-mal wahrscheinlicher mit Malware konfrontiert werden, als noch vor sechs Monaten. Die Zahlen wurden mithilfe der Android-Sicherheitssoftware Lookout Security erhoben. Ein Grund könnte sein, dass Nutzer von Smartphones immer öfter auf Fallen stoßen, die eigentlich für PC-User gedacht sind. So macht es etwa bei einer Phishing-Seite kaum einen Unterschied, unter welchem Betriebssystem man sie aufruft.

Eine der größten Gefahren ging in der Vergangenheit von der Schadsoftware DroidDream. Jene war in über 80 vermeintlich harmlosen Apps versteckt und konnte das gesamte Smartphone kontrollieren. Die zweite weit verbreitet App War GGTracker, das den Nutzer zu einem kostenpflichten SMS-Service anmeldete.

Um sich zu schützen, sollten User ihre Applikationen immer nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen. Darüber hinaus sollte auch immer darauf geachtet werden, welche URLs man anklickt.

(futurezone) Erstellt am 03.08.2011, 07:25

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