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Konsolen-Test Nintendo Wii U im Test: Anders, nicht besser.

Foto: Gregor Gruber
Mit der Wii U schafft Nintendo den Sprung ins HD-Zeitalter. Das eigentliche Highlight ist aber das Gamepad mit Touchscreen. Die futurezone hat getestet, ob die Display-Steuerung Sinn macht und wie gut das Gamepad als semi-portable Konsole ist, wenn die Spiele auf dem 6,2 Zoll großen Screen gespielt werden.

Die Idee ein zusätzliches Display ins Gaming zu integrieren, ist nicht neu. Bei Sony können mittels Remote Play die portablen Konsolen PSP und PS Vita bei gewissen Spielen mit der PS3 verknüpft werden. Microsoft hat mit Xbox SmartGlass eine App für Smartphone und Tablets, die zu bestimmten Games zusätzliche Inhalte anzeigt und etwa auch als Fernsteuerung für die Xbox360 dient.

Nintendo macht mit der Wii U das Zusatz-Display zum Hauptverkaufsargument. Das Wii U Gamepad hat einen 6,2 Zoll großen Touchscreen integriert. Dieser blendet nicht nur Zusatzinhalte zu den Games ein, sondern kann auch als Hauptbildschirm genutzt werden. Wird der Flat-TV gebraucht, spielt man einfach Batman oder Mario direkt am Display des Gamepad weiter. Die futurezone hat getestet, wie gut das funktioniert und wie sich die Wii U gegen Xbox360 und PS3 schlägt.

Preise und Versionen
Die Wii U ist in zwei Versionen verfügbar. Die Basis-Version (Weiß) hat 8 GB internen Speicher und kostet 299 Euro. Die Premium-Edition (Schwarz, 349 Euro) hat 32 GB internen Speicher und enthält zusätzlich die Wii-Sensorleiste und eine Ladestation für das Gamepad. Hat man bereits die Vorgängerkonsole Wii, reicht auch die Basis-Version. Sollte der Speicher zur Neige gehen, kann man ihn per USB-Stick oder externer USB-Festplatte erweitern.

Sollte keine Wii vorhanden ist, ist das Premium-Pack die bessere Wahl. Denn viele Party- und Multiplayer-Modi erfordern die Wiimote-Controller der Wii, die wiederum die Wii-Sensorleiste benötigen.

Die Konsole
Die Konsole hat vier USB-2.0-Anschlüsse, zwei vorne und zwei hinten. Ebenfalls an der Vorderseite befindet sich ein SD-Kartenslot. An den Flat-TV wird es per HDMI angeschlossen, ein HDMI-Kabel ist inkludiert. Alternativ gibt es auch einen AV-Anschluss, passend für die Video/Audio-Kabel der Wii.

Die Konsole ist nahezu gleich hoch wie die Wii, aber etwas breiter und deutlich länger. Im Vergleich zur PS3 und Xbox360 ist die Wii U aber immer noch kompakt. An einer Breitseite befinden sich Gummifüßchen, um die Wii U wie eine Settop-Box hinzulegen. Bei der Premium-Edition sind zusätzlich zwei Plastik-Klammerfüßchen dabei, um die Wii U an der schmalen Seite aufstellen zu können.

Im Betrieb unter Volllast, wie etwa beim Spielen, ist das Lüftergeräusch lauter als bei der Wii, aber leiser als bei der PS3 und Xbox360. Hat man den Flat-TV oder die Surround-Anlage in der üblichen Spiellautstärke aufgedreht, ist das Lüftergeräusch nicht hörbar.

Leistung der Wii U
Es fällt schwer, von der Wii U als Next-Generation-Konsole zu sprechen. Die Grafik der Launch-Titel sind in etwa auf dem Niveau von derzeitigen Xbox360- und PS3-Spielen, bzw. leicht darunter, wenn es um Details und Lichteffekte geht.

Störend sind die Framerate-Probleme. Bei portierten Spielen, also die, die es schon für Xbox360 und PS3 gibt, sind deutliche Ruckler zu erkennen. Besonders schlimm fällt dies bei FIFA 13 auf, aber auch bei Batman, Darksiders II und Assassin Creed III sind Ruckler bemerkbar. Es dürfte sich dabei noch um eine Kinderkrankheit handeln. Wenn die Entwickler mehr Erfahrung mit der Wii U haben, sollte auch die Leistung besser werden.

Nicht erklärt werden kann aber die Verzögerung der Wii U beim Öffnen der verschiedenen Kanäle. Tippt man auf das Systemeinstellungen-Icon, dauert es elf Sekunden, bis das Menü geöffnet ist. Will man zurück ins Hauptmenü, sind es wieder zehn Sekunden. Wenn man im Menü auf das Icon zum Starten des Spiels tippt, sieht man sechs bis sieben Sekunden ein Standbild, bevor das Spiel überhaupt gestartet wird. Im Game selbst sind die Ladezeiten ähnlich lang wie bei Xbox360 und PS3.

Wie die Wii-Spiele auf der Wii U aussehen und die Online-Funktionen wie Miiverse und Wii U Chat aussehen konnte nicht gestestet werden, da diese erst am 30. November, mit dem offiziellen Marktstart der Wii U in Österreich, als Update freigegeben werden.

Foto: Gregor Gruber

Das Gamepad
Das Wii U Gamepad erinnert (zumindest in der schwarzen Version) aufgrund seiner Form an alte portable Konsolen, wie etwa den Sega Game Gear. Das Kunststoff-Gehäuse fühlt sich nicht nach einem Premium-Produkt an, wirkt aber dennoch nicht zerbrechlich.

Das Gamepad hat alle Tasten, die ein moderner Controller auch hat: Vier Haupttasten, vier Schultertasten, Start und Select, ein Steuerkreuz, zwei klickbare Analogsticks und eine Home-Taste. Zusätzlich gibt es noch eine Power-Taste, die die Wii U ein- und ausschaltet und eine TV-Taste. Damit werden auf dem Touchscreen Basisfunktion zum Steuern des Flat-TVs aufgerufen, Lautstärke, Eingang und Programme wechseln.

Ein Stylus findet ebenfalls Platz im Gehäuse, genauso wie eine 1,3 Megapixel-Frontkamera, Lautsprecher, Mikrofon, Kopfhöreranschluss, Lautstärkenregler und ein NFC-Modul. An der Rückseite befinden sich noch zwei Ausbuchtungen und ein Gewinde, was zum Anbringen für zukünftiges Zubehör gedacht sein könnte.

Auch ein Bewegungs- und Beschleunigungs-Sensor sind verbaut. Damit kann man, ähnlich wie beim Nintendo 3DS, das Gamepad in Augenhöhe halten und es schwenken und drehen, um etwa auf dem Touchscreen Feinde ins Visier zu nehmen oder sich umzusehen. Das funktioniert meistens gut und die Neukalibrierung der Sensoren ist selbst bei längeren Spielen nicht nötig.

Gamepad als tragbare Konsole
Wenn es das Spiel unterstützt, kann der gesamte Inhalt des Flat-TV auf den 6,2-Zoll-Bildschirm des Touchscreens gestreamt werden. Das Wechseln vom großen TV auf das Gamepad-Display funktioniert bei den meisten Spielen nahtlos und dauert nicht einmal eine Sekunde. Irritierend ist, dass es keinen Standard-Befehl oder Taste gibt, um umzuschalten. Bei Batman: Arkham City schaltet man im Pausenmenü um, bei Darksiders II ist die Option in den Spieleinstellungen versteckt und bei Sonic Racing muss eine Wischbewegung von oben nach unten am Touchscreen gemacht werden. Bei Super Mario Bros U wird das Spiel immer auf dem Flat-TV und dem Touchscreen angezeigt.

Die Qualität des Displays kann nicht überzeugen. Die Spiele sehen unscharf aus und sind farb- und kontrastarm. Schuld daran dürfte die eher niedrige Auflösung von 854 x 480 Pixel (158 PPI) sein, die für den resistiven Touchscreen benötigte Schichten und das Signal, dass für die Übertragung von der Konsole zum Gamepad komprimiert wird. Bei Super Mario Bros U. sind horizontale Pixelstreifen zu erkennen, Sonic Racing ist am Gamepad-Display verschwommen und lässt sich am ehesten mit dem Wort „grauenvoll" beschreiben. Die Qualität der Lautsprecher und die Lautstärke ist in Ordnung, der Klang aber etwas dumpf. Da man aber jederzeit Kopfhörer anschließen kann, ist dies kein Problem.

Solange man in direkter Sichtlinie mit der Wii U ist, kann man sich bis zu fünf Meter von der Konsole entfernen. Ist aber auch nur ein Türrahmen in weg, reisst die Verbindung nach drei Metern ab. Hat man die Wii U im Wohnzimmer stehen, wird man nur bei sehr günstigen Verhältnissen im Schlafzimmer auf dem Gamepad spielen können.

Positiv ist, dass das Bedienkonzept so ausgelegt ist, dass man nicht mal den Flat-TV einschalten muss, um Wii U zu spielen. Das Menü zum Starten des Spiels ist am Gamepad-Display und die Einstellungen, um vom Flat-TV zum Gamepad-Bildschirm zu wechseln, ist auch immer am Gamepad zu sehen.

Erweitertes Display
Im Normalfall nutzt man das Display des Gamepad wofür es primär gedacht ist: als Erweiterung des Flat-TVs. Bei den meisten portierten Spielen werden hier etwa das Inventar, die Level-Karte oder Fähigkeiten zum Auswählen angezeigt. Bei Level-Karten ist es etwas störend, dass es sich nicht um ein kapazitives Display handelt und deshalb nicht Multitouch unterstützt wird. Pinch-to-Zoom, wie man es vom Smartphone kennt, gibt es nicht. Auch das Tippen auf der Onscreen-Tastatur ist deshalb etwas schwerer, als etwa auf einem Tablet, da man die Tasten sehr genau treffen und etwas fester anschlagen muss, als man es gewohnt ist. Abgesehen davon ist die Präzision des Touchscreens gut – sowohl mit dem Finger als auch den Stylus.

Die Lautsprecher des Gamepad geben andere Töne als die des Flat-TVs oder der Soundanlage wieder. Dadurch entsteht eine Art erweiterter Surround-Modus. Die Qualität ist je nach Spiel unterschiedlich. Bei manchen wird die Hintergrundmusik quasi mehrstimmig wiedergegeben, was gut klingt. Bei anderen, wie FIFA 13, hört man einfach alles doppelt, was bei den ohnehin schon nervigen Kommentatoren nicht ideal ist. Gut gelöst ist es bei Batman. Wird man etwa von Alfred angefunkt, hört man dessen Stimme aus dem Gamepad, während Batman aus den Flat-TV-Boxen zu hören ist.

Wie schnell man sich an den Blickwechsel vom Flat-TV auf das Gamepad gewöhnt, hängt ganz vom Spiel ab. Bei Batman ist die Integration gut gelungen. Die Karte am Gamepad macht Sinn, ebenso das Auswählen der Bat-Gadgets und die Mini-Spielchen für das Display sind wohl dosiert. Bei ZombiU, einen Wii U Exklusiv-Titel, wird man durch das Gameplay gezwungen auf das Display zu schauen, was irritierend ist.

Vorbildlich: Drückt man die Home-Taste, kann bei jedem Wii U-Spiel eine digitale Kurzbeschreibung für das Game angeschaut werden.

Akkuleistung des Gamepad
Ein Nachteil des Displays ist der höhere Stromverbrauch. Im Test hielt der Akku des Gamepads drei bis dreieinhalb Stunden. Will man weiterspielen, steckt man den Netzstecker an. Das Stromkabel ist lang genug, um weiter zu spielen, die Position an der Oberseite aber nicht optimal. Spielt man etwa Nintendo Land, bei dem man sich mit dem Display in Augenhöhe drehen muss, stört das herunterhängende Kabel.

Um Akku zu sparen, kann man die Home-Taste drücken und in die Controller-Einstellungen gehen. Hier lässt sich die Display-Helligkeit in fünf Stufen regulieren, die Rumble-Funktion ausschalten und den Energiesparmodus aktivieren.

Vorbildlich: Sollte der Akku des Gamepad einmal defekt sein, kann er vom Nutzer getauscht werden. Dazu ist zwar ein Schraubenzieher nötig, in der Anleitung werden die einfachen Arbeitsschritte aber gut erklärt.

Foto: Gregor Gruber

Ergonomie des Gamepads
Mit 500 Gramm ist das Wii U Gamepad doppelt so schwer wie ein Xbox360-Controller. In den meisten Fällen wird man, wie mit anderen Controllern auch, die Handgelenke beim Spielen auf den Oberschenkeln abstützen. Durch die Form des Wii U Gamepad sitzt die untere Kante ebenfalls auf den Oberschenkeln auf, wodurch das höhere Gewicht nicht negativ auffällt.

Anfangs ist das Halten des großen Gamepads noch seltsam, nach etwa einer Stunde hat man sich aber daran gewöhnt. An der Rückseite sind links und rechts Wölbungen für die Handballen und eine durchgehende, horizontale Erhebung, damit die Zeigefinger bequem auf der ZR- und ZL-Tasten ruhen. Auch das einhändige Halten, wenn man mit der anderen Hand mit dem Stylus oder Finger den Touchscreen verwendet, ist für Hände in Erwachsenen-Größe relativ problemlos möglich.

Denselben Komfort wie mit einem PS3- und Xbox360-Controller erreicht man aber dennoch nicht. Im Gegensatz zu diesen Controllern, liegen beim Wii U Gamepad die Analog-Sticks außen und oben. Dadurch entsteht das Problem, dass man mit dem Daumen nach unten muss, um die Aktionstasten oder das Steuerkreuz zu verwenden. Beim Steuerkreuz ist dies weniger das Problem, aber vom rechten Analogstick zur B-Taste, die doch recht häufig gebraucht wird, ist es eine unkomfortable Bewegung.

Hinzu kommt, dass das Steuerkreuz und die Aktionstasten etwas zu klein und deshalb nicht so gut ertastbar, wie bei der PS3 und Xbox360 sind. Auch die L- und R-Tasten sind nicht optimal zu erreichen. Das fällt etwa stark bei FIFA 13 auf, bei dem der Zeigefinger eigentlich auf der L-Taste und nicht der ZL-Taste ruhen sollte, da man damit den Spieler wechselt.

Zubehör
Alternativ zum Gamepad kann für klassische Titel der Wii U Pro Controller separat gekauft werden. Der Pro Controller der Vorgängerkonsole der Wii wird nicht von allen Spielen unterstützt. Ob nur der neue oder auch der alte Pro Controller unterstützt wird, sieht man an der Rückseite des Spiels symbolisch dargestellt.

Es kann nur ein Gamepad pro Wii U verwendet werden, über die Anschaffung eines weiteren muss man also gar nicht nachdenken. Zusätzlich zum Gamepad können vier weitere Controller, wie etwa Wiimotes oder der Pro Controller, verwendet werden. Dadurch können bis zu fünf Spieler gleichzeitig spielen. Hat man nicht bereits Wiimotes zuhause, sollte man zumindest eine („Wiimote Plus" ab 40 Euro) dazunehmen sowie einen Nunchuk-Controller (ab 16,50), der für einige Spiele benötigt wird.

Fazit
Die Wii U spricht in erster Linie Wii-Besitzer an, die noch keine andere Konsole haben. Diese können dann endlich erfolgreiche Games, wie etwa Mass Effect 3 und Assassins Creed 3 spielen, die für die Wii aufgrund der technischen Limitationen nicht erschienen sind. Außerdem können sie nach wie vor ihre Wii-Titel nutzen.

Wenn man bereits eine PS3 oder Xbox360 hat, gibt es derzeit keinen Grund für eine Wii U. Keiner der Launch-Titel schafft es einen echten Wow-Effekt durch den Einsatz des Gamepad-Displays zu erzeugen. Das heißt natürlich nicht, dass es nie so ein Spiel geben wird. Bis es aber soweit ist und die Kinderkrankheiten der Wii U ausgebessert sind, könnten bereits die PS4 und Xbox720 verfügbar sein, die voraussichtlich mehr Leistung haben werden und die Wii U in eine ähnlich technisch veralterte Position rücken, wie sie jetzt die Wii inne hat.

Launch-Titel im Überblick
Zum Verkaufsstart gibt es 23 Titel für die Wii U. Die Discs sind etwas dicker als DVDs und ein Nintendo-eigenes Format mit einer Kapazität von 25 GB. DVDs und Blu-rays können nicht wiedergegeben werden. Die futurezone hat die wichtigsten Launch-Titel ausprobiert.

Nintendo Land: Das Spiel ist im Lieferumfang der Wii U enthalten. Im Grunde handelt es sich um eine Mini-Game-Sammlung, die die Möglichkeiten des Gamepads demonstrieren soll. Alleine werden sie schnell langweilig, lustig ist es, wenn man zu dritt, viert oder fünft ist. Besonders Spaß machen dann die Verfolgungs-Spiele, bei denen vier Spieler auf dem Flat-TV schauen und einer das Gamepad-Display nutzt, um entweder vor den anderen zu flüchten oder sie zu jagen.

New Super Mario Bros. U: Super Mario in klassischer 2D-Ansicht. Spielt man alleine, kann man mit dem Gamepad steuern und auch das gesamte Spiel am Gamepad-Display spielen. Spielt man zu zweit bis viert, muss man eine Wiimote oder Controller verwenden. Am Gamepad kann man dann nur Gegner anschubsen oder kurzzeitig Plattformen auftauchen lassen. Hat man bereits New Super Mario Bros. Wii, kann man auf den Titel verzichten.

FIFA 13: Besser als die Wii-Version, die nahezu dasselbe wie FIFA 12 für die Wii ist, aber aufgrund der Ruckler schlechter als die PS3 und Xbox360-Version. Über das Gamepad können indirekte Pässe gespielt oder bei Freistößen präziser gezielt werden. Ist man in Tornähe, kann man durch Schütteln des Gamepads das Tor am Display erscheinen lassen. Der Spieler schießt dann dort hin, wo man am Touchscreen hintippt. Kann man kaufen, wenn man ein Fußballspiel sucht und mit gelegentlichen Rucklern leben kann.

Mass Effect 3 Special Edition: Wer bisher nur mit der Wii das Vergnügen hatte, dem ist mit der Mass-Effect-Serie eine geniale Reihe an Science-Fiction-Action mit Rollenspiel-Elementen entgangen. Mass Effect 3 ist auch auf der Wii U gut, das Gamepad dient etwa als Level-Karte und zur Auswahl der Fähigkeiten. Wer will kann das gesamte Spiel am Gamepad-Display spielen.

Sonic & All-Stars Racing Transformed: Wenig spektakulärer Mario-Kart-Klon. Am Flat-TV ist die Grafik gut und flüssig, am Gamepad-Display ist sie schrecklich. Verwendet man das Gamepad-Display als Erweiterung, wird darauf die Strecke und ein Rückspiegel gezeigt.

Darksiders 2: Ein Fantasy-Third-Person-Actiontitel mit Rollenspiel-Elementen. Gut, um die Wartezeit zum nächsten Zelda zu überbrücken aber kein Must Have. Am Display kann das gesamte Spiel gespielt werden oder man nutzt es als Karte und Inventar-Bildschirm.

Assassins Creed III: Gutes Third-Person-Action-Stealth-Spiel, bei dem man einen Attentäter (im Kampf für das Gute) zu Zeiten des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges spielt. Neben den Hauptmissionen in dem liebevoll gestalteten Boston und New York des 18. Jahrhunderts kann man in der Wildnis jagen gehen oder sich mit den Briten Seeschlachten liefern. Die Darstellung des gesamten Spiels am Gamepad kann nicht überzeugen, die Ansicht der Level-Karte und Schnellruffunktion für das Pferd sind durchaus nützlich.

Just Dance 4: Mit der Wiimote in der Hand wird getanzt. Über das Display des Gamepad kann man den bis zu vier Tanzenden die nächsten Bewegungen vorgeben, eine Playlist erstellen und Sachen in den Hintergrund des Bildes am Flat-TV zeichnen. Prinzipiell ein gutes Tanzspiel, aber das war es auch schon auf der Wii ohne Zusatz-Display.

Sports Connection: Eine Ansammlung an Ball-sportlichen Mini-Games. Schrecklich lange Ladezeiten und auch sonst eher langweilig. Lieber auf den halbherzigen Einsatz des Gamepad-Displays verzichten und die älteren Games Wii Sports oder Wii Sports Resort hervorkramen.

Rabbids Land: Die sympathischen Hasen sind immer noch lustig, aber das Spiel ist es nicht. Zwar können vier Spieler an dem virtuellen Brettspiel teilnehmen, aber die Mini-Games können nur maximal zu zweit gespielt werden. Noch dazu muss man für so einfache Aktionen wie Würfeln oder auf ein Feld fahren immer das Gamepad herumreichen.

ZombiU: First-Person-Shooter im Zombie-verseuchten London. Die Stimmung ist sehr gut, der Einsatz des Gamepads aber übertrieben. Dadurch, dass es sehr dunkel ist, muss man ständig auf die Karte am Gamepad schauen. Noch dazu gibt es ständig Mini-Spielchen am Gamepad. Selbst wenn man zu einem fest installierten Maschinengewehr geht, muss man auf einmal mit dem Gamepad zielen und schießen. Die Grafik ist hauptsächlich dunkel, Objekte eher kantig. Das Gameplay hat zwar gute Ansätze, ist aber schnell eintönig.

Batman: Arkham City Armoured Edition: Das Spiel war schon auf der PS3 und Xbox360 gut und ist es auf der Wii U immer auch. Abgesehen von ein paar Rucklern schaut es auch gut aus. Als Batman durchstreift man die Gefängnisstadt, verprügelt Bösewichte, erfüllt Nebenmissionen und trifft alte Bekannte, wovon die meisten dem Dark Knight nicht freundlich gesinnt sind. Der Einsatz des Gamepad-Displays ist gelungen. Die Karte und das Inventar sind nützlich, der Einsatz der Mini-Games ist nicht aufdringlich. Das Spiel kann auch komplett am Gamepad-Display gespielt werden.

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(futurezone) Erstellt am 30.11.2012, 06:00

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