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Enthüllung Nokia arbeitet an berührungslosem Interface.

Foto: Nokia
Marko Ahtisaari enthüllte in einem Interview, dass Nokia an einem Smartphone mit "revolutionärer" Steuerung arbeite. Die iPhone-Oberfläche kritisierte er als verworren. Auch Symbian und Android seien seiner Meinung nach "wie Puppenhäuser".

Der Chefdesigner von Nokia, Marko Ahtisaari, sagte in einem Interview gegenüber der finnischen Tageszeitung Kauppalehti, dass der Handyhersteller derzeit an einem Smartphone arbeiten würde, dass "alle anderen Geräte veraltet aussehen lassen" werde. Seiner Meinung nach sei das Interface des iPhones "schlecht designt" und verworren. "Auf dem iPhone ist der Weg von der Küche in das Esszimmer immer durch die Haustür", kritisiert Ahtisaari im Interview.

Kinect auf Windows Phone
Zu einer ähnlichen Meinung kam bereits im Februar der IDC-Analyst Francisco Jeronimo im futurezone-Interview, der das iPhone-Interface als "langweilig" bezeichnete. Aber auch Nokias einstiges Steckenpferd Symbian und Googles Android kommen bei Ahtisaari nicht gut weg. Sie seien wie Puppenhäuser, bei denen die Benutzer Möbel auswählen und verschieben könnten.

Die Lösung soll ein neues, "natürlicheres" Interface auf Windows Phone-Basis bieten, das laut Ahtisaari keine Berührung des Bildschirms zur Bedienung erfordern wird. Dies deutet auf einen Siri-ähnlichen Sprachassistenten oder möglicherweise eine Integration der Bewegungssteuerung Kinect in Nokias neuestes Smartphone hin. Nokia verweigerte gegenüber dem Blog BGR jedoch jeglichen Kommentar.

Screenshots geleakt
Chefdesigner Ahtisaari verplappert sich in letzter Zeit recht häufig. Erst vergangene Woche enthüllte er offiziell die Arbeiten an einem Nokia-Tablet, das Gerüchten zufolge noch dieses Jahr auf Basis des neuen Windows 8 Betriebssystems erscheinen soll. Doch nun könnte auch ein anderes Leck aufgetreten sein: dem Blog PocketNow wurden Screenshots eines neuen Interfaces zugespielt, das von einer mittlerweile nicht mehr bei Nokia tätigen Designerin konzipiert wurde. Dieses basiert nicht mehr auf der bekannten Metro-Oberfläche, das auf Kacheln aufbaut, sondern frei platzierbaren Widgets.

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(futurezone) Erstellt am 21.03.2012, 08:00

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