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Smartphone Samsung Galaxy S7 Edge im Test: Ein Sieg für die Schönheit.

Eine der Apps für die gebogenen Display-Kanten des S7 Edge: das Lineal.
Eine der Apps für die gebogenen Display-Kanten des S7 Edge: das Lineal. - Foto: Gregor Gruber
Das gebogene Display des S7 Edge ist immer noch unnötig, allerdings macht es das Gerät zu dem derzeit wahrscheinlich schönsten High-End-Smartphone.

Seit dem Note Edge stehe ich Samsungs Smartphones mit gebogenen Display-Kanten kritisch gegenüber. Daran konnte weder das S6 Edge noch S6 Edge+ etwas ändern. Mit dem neuen S7 Edge wird aber fast alles besser – es ist Liebe auf den zweiten Blick.

Weniger Chrom, mehr Eleganz

Das S7 Edge ist das bisher schönste Samsung-Smartphone. Schönheit ist natürlich subjektiv. Objektiv ist die nahezu einwandfreie Verarbeitung. Die Spaltmaße sind sehr gering und optisch ist der Übergang von Frontglas auf Rahmen nur an der Ober- und Unterseite zu erkennen.

Der Rahmen schließt an der Ober- und Unterseite bündig ab. An den gebogenen Kanten des Displays steht er leicht hervor, allerdings viel geringer als beim S6 Edge. Und das macht sowohl optisch als auch im Handling einiges aus.

Samsung verabschiedet sich beim S7 Edge endlich vom Chrom. Der Rahmen ist jetzt Grau und tritt damit mehr in den Hintergrund. Sogar der Home-Button und die Kamera-Umrandung an der Rückseite verzichten auf die Chrom-farbene Umrandung. Danke Samsung, es war höchste Zeit die Chrom-Farbe hinter euch zu lassen.

Einfach schön

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Foto: Gregor Gruber
Die Kombination als nicht hervorstehenden und grauen Rahmen sowie gebogenen Display-Kanten ist einfach nur schön anzusehen. Durch die gebogenen Kanten wirkt das S7 Edge von vorne betrachtet nahezu rahmenlos, die Lichtreflexionen an den Biegungen verleihen dem Gerät einen edlen Glanz, wenn es neben einem am Schreibtisch liegt.

Die Rückseite wurde ebenfalls aufgehübscht. Die Ränder sind zur linken und rechten Seite hin leicht gebogen, wodurch ein wenig die Form des Display-Glases imitiert wird. Das Modul bestehend aus LED-Blitz und Pulsmesser ist jetzt flach im Gehäuse versenkt.

Die Hauptkamera ist zwar nicht flach im Gehäuse, steht aber nicht mehr ganz so weit heraus wie beim S6 Edge. Dafür hat Samsung getrickst. Es wurde nicht die Kamera flacher, sondern das S7 Edge dicker – um 0,7mm. Das Dicke-Plus fällt nicht störend auf und hat zusätzlich den Vorteil, dass ein größerer Akku in das Smartphone passt.

Kein Kantenschutz

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Foto: Gregor Gruber
Offiziell hat das S7 Edge eine Display-Diagonale von 5,5 Zoll. Da aber die Kanten gebogen sind, ist das Smartphone etwas schmäler, als es die Größe vermuten lässt. Man erreicht zwar nicht mit dem Daumen alle Stellen am Display ohne umzugreifen, es liegt aber dennoch gut in der Hand. Da der Rahmen nicht mehr so weit hervorsteht und beim S7 Edge viel Wert darauf gelegt wurde, alle Ecken abzurunden, pressen sich keine scharfen Kanten in die Handfläche.

Ein großes Problem beim Handling besteht aber, das sogar auf Samsungs Promobildern auf der Website zu sehen ist: Es ist kaum möglich das S7 Edge fest im Griff zu haben, ohne das Teile des Handballens oder der Finger auf dem Display aufliegen.

Streckt man etwa den Daumen aus, kann es sein, dass ein Teil des Handhandballens die Display-Kante berührt und das S7 Edge dies als Pinch-to-Zoom-Geste interpretiert. Etwas seltener kommt es vor, dass man mit Zeige- oder Mittelfinger unabsichtlich das Display berührt, wenn man umgreift oder die Hand wechselt, mit der man das Smartphone hält. Beim Browsen klickt man so schon mal unabsichtlich auf Links.

Empfindliche Tasten

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Foto: Gregor Gruber
Hält man das Handy bevorzugt in der rechten Hand, kann es öfters passieren, dass mit dem Handballen unabsichtlich die empfindlich reagierende Zurück-Taste erwischt wird. Streckt man beim Browsen etwa den Daumen Richtung eines Links nach oben, landet man plötzlich auf der vorherigen Seite. Beim Test ist es mir öfters passiert, dass ich nachdem ich das Kamera-Icon angetippt habe, beim Drehen des Smartphones ins Querformat, die Zurück-Taste mit dem Handballen berührt habe. Dadurch wurde die App geschlossen. Das passiert zwar auch bei anderen großen Smartphones ab und zu, die runde Kante des S7 Edge begünstigt diese unabsichtlichen Berührungen aber.

Zumindest die unbeabsichtigten Aktionen am Touchscreen könnte Samsung mit einer Software-Lösung reduzieren, ähnlich wie sie Apple mit dem iPad mini eingeführt hat. Leider hat es so etwas schon nicht beim S6 Edge gegeben und gibt es auch beim S7 Edge wieder nicht.

Ein kleiner Trost: Hat man mal wirklich nur eine Hand frei und keine Lust auf Umgreifen, Daumen überstrecken und fälschliches Drücken, kann man durch dreimaliges schnelles Drücken des Home-Buttons die Bildschirmdarstellung verkleinern. So fällt es einfacher mit dem Daumen alles zu erreichen.

Display-Helligkeit

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Foto: Gregor Gruber
Das AMOLED-Display ist Samsung-typisch: Kräftig, scharf mit guten Kontrasten. Die Farben neigen zwar zu einer übersättigten Darstellung, das fällt im Alltags-Betrieb aber nicht störend auf. Weiß ist nach wie vor nicht Reinweiß, was aber erst im direkten Vergleich mit anderen Smartphones auffällt.

In heller Umgebung schaltet das S7 Edge das Display noch eine Stufe heller als manuell maximal möglich ist. Dadurch werden die Farben verfälscht, aber dafür kann das Smartphone problemlos im grellen Sonnenlicht verwendet werden.

Die automatische Helligkeitsregelung beim S7 Edge tendiert dazu, das Display in einigen Situationen etwas zu hell erscheinen zu lassen. Selten ist es aber um so viel zu hell, dass man händisch nachjustieren möchte/muss.

Always-On-Display

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Foto: Gregor Gruber
Das Always-On-Display wird im Standby-Modus auf schwarzem Hintergrund angezeigt. Da ein AMOLED-Display für Schwarz keine Energie verbraucht, verbraucht diese Funktion relativ wenig Strom – allerdings bringt sie nicht allzu viele Vorteile.

Es gibt drei Inhalte für das Always-On-Display: Uhr, Kalender und Bild. Bild ist nahezu sinnfrei. Hier wird über das ganze Display ein Bild angezeigt, Notifications bekommt man nur über die blaue LED-Leuchte mit. Es stehen drei vorinstallierte Bilder zur Auswahl, eigene können nicht gewählt werden. Dasselbe gilt für die kleineren Hintergrundbilder bei der Funktion Uhr. Laut Samsung soll die Möglichkeit per Software-Update nachgereicht werden, eigene Bilder zu verwenden.

Die Funktion Uhr zeigt die Zeit, Datum, Akkustand, verpasste Anrufe und empfangene SMS an. Es gibt mehrere Stile zur Auswahl. Die anzuzeigenden Elemente können nicht modifiziert werden. Neue Mails oder Nachrichten in Messenger-Apps werden nicht im Always-On-Display angezeigt, sondern per blauer LED-Benachrichtigungsleuchte.

Die Funktion Kalender ist ebenfalls verzichtbar. Sie zeigt den Monatskalender, der aktuelle Tag ist grün markiert. Es werden weder anstehende Termine angezeigt, noch Notifications für verpasste Anrufe oder erhaltene Nachrichten. Hierfür dient wieder die LED-Leuchte.

Störend kommt hinzu, dass die Darstellung des Always-On-Displays einmal pro Minute die Position ändert. Als jemand, der sein Smartphone für die Arbeit im Großraumbüro auf stumm schaltet, bin ich darauf konditioniert, instinktiv zum Smartphone zu schauen, wenn ich aus dem Augenwinkel Bewegung auf dem Display wahrnehme oder etwas blinkt. Das Always-On-Display kann glücklicherweise auch vollständig deaktiviert werden.

Seitenbildschirm

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Foto: Gregor Gruber
Die gebogenen Kanten beim S7 Edge haben eigentlich nur den Sinn, dass das Gerät gut aussieht und genau das tut es auch. Dennoch versucht Samsung wieder Mehrwert zu generieren. Deshalb gibt es, wie beim S6 Edge, wieder die Lichtleiste. Legt man das Handy mit dem Display nach unten hin, pulsiert die Kante mit färbigen Licht, wenn ein Anruf oder eine SMS eingeht.

Der Seitenbildschirm feiert ebenfalls ein Comeback. Um ihn zu öffnen, wischt man mit dem Finger über den grauen Balken am wahlweise linken oder rechten Bildschirmrand. Der Balken ist in drei Größen wählbar. Um bei einer schnellen Verwendung des Smartphones zu verhindern, dass der Seitenbildschirm ungewollt aufpoppt, sollte man die Größe klein wählen – oder am besten den Seitenbildschirm deaktivieren.

Die Rückkehr des Lineals

Ist der Seitenbildschirm einmal geöffnet, kann durch die verschiedenen Funktionen wischen. Vorinstalliert sind Shortcuts zu Kontakten, Shortcuts die abhängig vom Aufenthaltsort sind (zB. Musik starten für unterwegs, Kalender anzeigen am Arbeitsplatz) und Bookmarks, die in Samsungs eigenem Browser gesetzt wurden.

Weitere Funktionen sind das Anzeigen der Termine im Kalender, die am häufigsten verwendeten Apps, erweitere Shortcuts um etwa ein Panorama oder ein Selfie aufzunehmen oder ein neues Memo anzulegen, Sportergebnisse für bestimmte Teams (österreichische Liegen sind nicht dabei), Nachrichten von CNN und Tools. Zu den Tools gehören ein Kompass, die Taschenlampe und das Lineal, das es auch schon beim Galaxy Note Edge gegeben hat.

Wie schon beim S6 Edge gilt: Der Seitenbildschirm ist nichts, was ein gebogenes Display erfordert. Dieselben Funktionen würden auch auf einem geraden Display funktionieren.

Fingerabdruckscanner und Pulsmesser

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Foto: Gregor Gruber
Der Fingerabdruckscanner wurde etwas verbessert. Durchschnittlich entsperrte das S7 Edge im Test in neun von zehn Fällen per Fingerabdruck. Das ist nicht perfekt, aber gut genug, um nicht nervig zu sein. Leider ist der Scanner noch nicht so schnell wie der des iPhone 6s. Ein kurzes Antippen, damit das S7 Edge aus dem Standby-Modus aufwacht und gleichzeitig per Fingerabdruck entsperrt wird, genügt leider nicht. Der Finger muss etwa eine Sekunde auf dem Home-Button verweilen (inklusive Drücken der Taste, um den Standby-Modus zu beenden).

Der Pulsmesser an der Rückseite wurde in Samsungs eigener App S Health und eine zusätzliche Funktion erweitert. Er misst jetzt nicht nur den Herzschlag, UV-Stärke der Sonne und die Sauerstoffsättigung im Blut, sondern auch Stress. Der Test dauert aber so lange, dass man während dessen Stress bekommt. Besonders aussagekräftig ist der Wert aber ohnehin nicht. So liest man in der App im Menüpunkt Info folgendes: „… kann möglicherweise ein ungefähres Maß ihres Stresspegels bestimmt werden.“ Die Betonung liegt hier auf möglicherweise ungefähr.

Software

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Foto: Gregor Gruber
Das S7 Edge nutzt Android 6.0.1 mit Samsung eigener Oberfläche. Die Anzahl der Menüpunkte in den Einstellungen kann Samsung-Neulinge immer noch erschlagen. Wer Smartphones der koreanischen Firma schon länger treu ist, wird sich über die editierbaren Shortcuts in den Einstellungen freuen und dass das doppelte Wischen nach unten in der Status Bar alle Shortcuts öffnet.

Beim Editieren der Home-Screens können mehrere App-Icons zwischengeparkt werden, um sie einfacher von einem Screen zu einem anderen zu verschieben. Ein wenig lästig: Man kann zwar mit nur einer Berührung im App Drawer die Icons alphabetisch sortieren, allerdings werden neu installierte Apps danach nicht automatisch alphabetisch eingereiht.

Auf den ersten Blick gibt es beim S7 Edge weniger Bloatware, dafür ist sie nerviger. Papergarden ist gleich mit einem riesigen Widget auf dem zweiten Home-Screen platziert. Die vorinstallierten Microsoft-Apps Excel, PowerPoint, OneDrive und Word schicken Notifications in die Status Bar, dass man doch die Apps testen möge. Da das S7 Edge dabei vibriert, glaubt man eine Nachricht erhalten zu haben. Das ist ungut, gleicht einem Werbe-Pop-up und wird weder Samsung noch Microsoft neue Freunde bringen.

Game Mode

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Foto: Gregor Gruber
Im neuen Game Launcher werden automatisch heruntergeladene Spiele eingeordnet. Vor dem Start kann ein Energiesparmodus aktiviert werden, der die Auflösung und fps des Spiels reduziert. Man muss schon sehr verzweifelt nach Unterhaltung lechzen, um bei niedrigem Akkustand ein Spiel in absichtlich schlechterer Qualität zu zocken.

Mit der Option „Keine Benachrichtigung im Spiel“ werden Alarme deaktiviert und Notifications stummgeschaltet. Lediglich Anrufe werden auf dem Display angezeigt. Sind die Game Tools aktiviert, erscheint ein kleines rotes Icon am linken Bildschirmrand. Tippt man darauf, werden Shortcus für Tasten sperren, Spiel minimieren, Screenshot und Aufnehmen angezeigt.

Aufnehmen kann so konfiguriert werden, dass man entweder nur das Spiel oder das Spiel inklusive sich selbst aufnimmt und auf Wunsch auch hört. Damit sind die Let’s-Play-Videos endgültig in der Smartphone-Welt angekommen.

Akku und Leistung

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Foto: Gregor Gruber
Mit 3.600 mAh ist der Akku des S7 Edge größer als beim Vorgängermodell. Bei normaler Nutzung konnte ich regelmäßig 1,5 Tage Laufzeit aus dem Smartphone herausholen (ohne Akkusparmodus, mit Always-On-Display). Mit etwas Einschränkung, wie den Verzicht auf Games und Navigation, gingen sich zwei Tage aus, bevor das S7 Edge nachts an die Steckdose musste.

Im Alltags-Gebrauch sind keine Slowdowns oder nennenswerte Verzögerungen zu bemerken. Die Apps starten schnell. Das Wechseln zum Home-Screen könnte etwas flotter sein, was der Wechsel-Animation geschuldet ist. Diese lässt sich leider nicht deaktivieren.

Samsungs eigener Exynos-Prozessor und die 4 GB RAM liefern in den Benchmarks Spitzenwerte und setzen das S7 Edge in den Vergleichslisten meist auf Platz eins:

AnTuTu 6.0.1: 130851
Geekbench 3: 6396 Multi-Core
Vellamo Metal: 2870
Vellamo Multi-Core: 3566
3D Mark Slingshot 3.1: 2143
Quadrant Standard: 52564

Unter Volllast wird die Rückseite des S7 Edge warm, aber nicht unangenehm heiß. Sollte es wirklich einmal brenzlig werden, kann man es unter kühles Wasser halten. Das S7 Edge ist nämlich wasserfest nach IP68. Der MicroUSB-Ladeanschluss kommt dennoch ohne Abdeckung aus. Allerdings wird stark davor abgeraten, das Smartphone aufzuladen, wenn es noch nass ist.

Der interne Speicher ist 32 GB groß, wovon 24 GB zur Verfügung stehen. Per MicroSD-Slot ist der Speicher um 200 GB erweiterbar. Die Adoptable-Storage-Funktion von Android 6.0 wird nicht unterstützt.

Kamera

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Foto: Gregor Gruber
Bei der Hauptkamera ist Samsung mutig. Das S6 Edge hatte 16 Megapixel, das S7 Edge nur noch 12 Megapixel (9,1 MP im 16:9-Format). Das letzte Mal, als ein Hersteller bewusst eine geringere Megapixel-Anzahl gewählt hatte, stieß das auf wenig Gegenliebe: HTC stattete sein One M7 und M8 mit einer „Ultrapixel“-Kamera mit vier Megapixel aus.

Bei der Kamera des S7 Edge gibt es aber wenig Grund für Beschwerden. Der Fokus ist sehr schnell, auch bei Situationen mit wenig Licht. Bei Situationen mit kaum Restlicht sieht man am Smartphone-Display, durch den hohen ISO-Wert, mehr als mit dem freien Auge. Die Fotos werden zwar dementsprechend grieselig, aber man kann immerhin noch etwas vom Motiv erkennen.

Bei Nachtfotos und Aufnahmen mit wenig Licht ist das ISO-Rauschen geringer als bei anderen Smartphones. Bei Aufnahmen mit gutem Licht sind Schärfe, Details und Farbechtheit sehr gut. Auf einem kalibriertem PC-Bildschirm erkennt man, dass die Kamera für die Darstellung am AMOLED-Display des S7 Edge optimiert ist. Auf dem PC-Display sind die Farben nämlich tendenziell eine Spur zu blass und einen Hauch zu dunkel.

Kamera-Modi

Die Kamera-App ist zwar nicht ganz so gelungen wie die von LGs V10, aber dennoch gut. Der Pro-Modus erlaubt das manuelle Fokussieren per Schieberegler, das Reduzieren des Autofokus auf einen Punkt in der Mitte, die Wahl der Belichtungsmessung, das Abspeichern der Fotos im RAW-Format, drei Speicherplätze für Benutzereinstellungen, Weißabgleich, ISO, Verschlusszeit und Belichtungskorrektur.

Bei der Aufnahme eines Schwenkpanoramas wird gleichzeitig ein Video gemacht, das beim Betrachten des Panoramas abgespielt wird. So entsteht der Eindruck ein bewegtes Foto aufgenommen zu haben. Das Video kann exportiert werden, um es zu teilen. Die Funktion Live-Broadcast generiert einen Live-Feed auf YouTube.

Bei Virtual Shot bewegt man das Smartphone um ein Objekt. Kippt man nachher beim Betrachten das S7 Edge nach links oder rechts, kann man sich so um das Fotomotiv herumbewegen. Dadurch entsteht eine Art Kippbild-Effekt und die Illusion ein 3D-Foto gemacht zu haben.

Videos können in UHD und in FullHD mit 60 fps aufgenommen werden. Der Zeitlupen-Modus macht Video in 720p mit 240 Bildern pro Sekunde. Der Video Editor ist zwar nicht intuitiv, aber bietet interessante Optionen. So kann man auswählen, welche Teile des Videos in Normalgeschwindigkeit und welche in Zeitlupe wiedergegeben werden, bevor man den Clip zum Teilen auf Facebook, Instagram und Co. exportiert.

Fazit

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Foto: Gregor Gruber
Bei der S6-Serie hätte ich das normale S6 dem S6 Edge jederzeit vorgezogen. Das S6 Edge bot keine Vor-, sondern nur Nachteile. Bei der 7er-Serie würde ich das S7 Edge dem S7 vorziehen. Das gebogene Display hat zwar nach wie vor keine ergonomischen oder echten funktionalen Vorteile, es macht das S7 Edge aber so schön, dass die Form der Funktion vorgezogen wird.

Der Preisunterschied von 100 Euro zwischen dem S7 und S7 Edge macht das sprichwörtliche Kraut auch nicht mehr Fett, da man sich bei UVPs von 699 Euro (S7) und 799 Euro (S7 Edge) ohnehin im Luxus-Preissegment befindet. Wer ein günstiges Smartphone sucht, wird zum jetzigen Zeitpunkt keines der beiden wählen.

Abgesehen vom Aussehen und der Verarbeitung macht das S7 Edge so ziemlich alles besser als das Vorgängermodell. Dazu gehören die Kamera und der Akku, der jetzt auf einem akzeptablen Niveau ist. Die Wasserfestigkeit und der MicroSD-Slot sind willkommene Comebacks. Auch für den Fall, dass man diese Features nie braucht, beruhigt es zu wissen, dass man sie hat.

 

Technische Daten auf der Website des Herstellers

Disclaimer: Das Samsung Galaxy S7 Edge wurde für einen befristeten Zeitraum von Samsung für den Test zur Verfügung gestellt.

Frage des Tages

  • Werdet ihr euch ein neues Samsung-Smartphone kaufen?


(futurezone) Erstellt am 08.03.2016, 15:00

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