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CES 2016 Samsungs Kühlschrank mit Display, Kamera und Streaming.

Foto: Thomas Prenner
Samsungs smarter Kühlschrank hat einen 21 Zoll großen Touchscreen und könnte Lebensmittel in Zukunft automatisch nachbestellen.

Samsung hat im Rahmen der CES in Las Vegas einen Prototypen eines smarten Kühlschranks vorgestellt, der als Informationszentrale für die ganze Familie dienen soll. Aus diesem Grund nennt der Konzern die Funktion “Family Hub”. Basis dafür ist ein 21,5-Zoll-Touchscreen, der im Hochformat in die Kühlschranktür eingebaut ist.

Die Oberfläche erinnert an ein überdimensionales Android-Smartphone, wenngleich nicht klar ist, ob der Kühlschrank wirklich unter Android läuft. Möglich wäre auch, dass Samsung hier auf das hauseigene Tizen setzt und diesem nur einen Android-Look verpasst. Im Rahmen des futurezone-Hands-ons waren die Funktionen nur teilweise und eingeschränkt verfügbar, da es sich bei den Geräten noch um frühe Prototypen handelte.

Info-Hub

Standardmäßig wird auf dem Display eine kachelförmige Übersicht angezeigt. Die App "Daily Briefing" zeigt den Bewohnern im Haushalt nützliche Informationen im Stil von Google Now an. So wird etwa der eigene Kalender oder der Weg bzw. die Dauer bis zum Arbeitsplatz angezeigt. Per Mikrofon und Spracheingabe können Notizen und Erinnerungen diktiert werden.

Per Smartphone können Fotos und Notizen an den Kühlschrank geschickt und auf dem Display angezeigt werden. Der Kühlschrank kann Musik von Streaming-Diensten abspielen, in der Tür ist auch ein Lautsprecher verbaut. Um das zu ermöglichen, ist er mit WLAN ausgestattet. Auch Bluetooth ist verfügbar, darüber kann sich der Kühlschrank etwa mit einem Bluetooth-Lautsprecher in der Küche verbinden, um einen kraftvolleren Sound zu liefern. Besitzt man einen Samsung-Fernseher ist es möglich, das Fernsehbild direkt auf das Display in der Kühlschranktür zu streamen. 

Eine andere, etwas kuriose Funktion, basiert auf Kameras, die sich an der Innenseite der Tür befinden. Jene liefern ein Bild des Inhalts, das manuell mit zusätzlichen Informationen erweitert werden kann. So kann man etwa per Drag and Drop jedes Lebensmittel am Display mit der Information markieren, wie viele Tage es noch haltbar ist.

Verschiebt man das markierte Lebensmittel innerhalb des Kühlschranks, wird das Haltbarkeits-Icon automatisch mitverschoben. Der Kühlschrank kann auf Wunsch den User auf seinem Smartphone informieren, wenn ein Lebensmittel in Kürze abläuft. 

Milch am Kühlschrank nachbestellen

In den USA kann man Lebensmittel außerdem direkt auf dem Touchscreen nachbestellen. Da der Kühlschrank weiß, wann bestimmte Lebensmittel ablaufen, könnte das in Zukunft auch automatisch geschehen. Das Angebot ist jedoch begrenzt und wird zum Start nur mit zwei Ketten nahe New York funktionieren. 

Offizielle Informationen zu Preis und Verfügbarkeit des Family Hubs gibt es derzeit noch nicht. Laut Medienberichten soll er ab Mai für einen Preis von rund 5000 Dollar in den USA erhältlich sein. Ob oder wann Samsung den Kühlschrank auch nach Österreich bringt, ist noch völlig unklar. 

 

Weitere News, Hands-ons und Berichte zur CES 2016 gibt es hier.

Disclaimer: Redakteure der futurezone berichten vor Ort von der Consumer Electronics Show in Las Vegas. Die Reisekosten werden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung und Dolby übernommen.

(futurezone) Erstellt am 11.01.2016, 06:00

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