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Smartphones Schneller Winzling: Xperia mini pro im Test.

Foto: Thomas Prenner
Mit dem Xperia mini pro stellt Sony Ericsson den Nachfolger des X10 mini pro vor und will einmal mehr mit kompakten Maßen und einer physischen Tastatur punkten. Die futurezone hat getestet, wie sich das Slider-Smartphone im Alltag schlägt.

Physische Tastaturen bei Smartphones tauchen wieder verstärkt im Markt auf. Vor kurzem hat HTC mit dem ChaCha ein Gerät vorgestellt, das nicht ausschließlich auf den Touchscreen setzt. Zuvor wurde bereits das Slider-Modell HTC Desire Z veröffentlicht. Auch Samsung wird in den USA in Kürze ein Smartphone veröffentlichen, das mit einer physischen Schiebetastatur ausgestattet ist. Motorola setzt mit seinem Milestone ebenfalls konsequent auf vollwertige Tastaturen.

Äußerlichkeiten
Das Xperia mini pro will in erster Linie durch seine Form sowie mit einem guten Preis punkten. Bereits um 269 Euro (UVP) wird der Androide vertragsfrei erhältlich sein. Zusammengeschoben misst das Handy 92 mal 53 Millimeter und ist 18 Millimeter dick. Die Bildschirmdiagonale beträgt 3 Zoll, was geringfügig größer ist, als jene des Vorgängers. Das neue Modell ist mit 136 Gramm auch eine Spur schwerer, als das X10 mini pro.

Fragiler Schiebemechanismus
Die Verarbeitung kann nur teilweise überzeugen. So ist der Abstand zwischen Display und Glas sehr gering gehalten, was optisch gut wirkt. Ansonsten ist das Gehäuse komplett in Plastik gehalten, das teilweise keinen besonders stabilen Eindruck macht. Etwas fragil wirkt auch der Schiebemechanismus, der beim Vibrationalarm oft beängstigend scheppert.

Die Tastatur kann im Test hingegen durchwegs überzeugen. Die Druckpunkte sind gut, die Tasten sitzen fest im Gehäuse. Sie sind etwa größer als beim Vorgänger und liegen darum auch etwas näher beieinander. Mit ein wenig Übung tippt man trotzdem sehr souverän und auch schnell. Im Gegensatz zum Vorgänger finden sich auf der Tastatur des Xperia mini auch vier klassische Cursortasten. Das ist besonders bei der Navigation durch Texte hilfreich. Bei reiner Touchscreen-Bedienung wird dies häufig zum Geduldsspiel. Gleichzeitig verfügt die Tastatur über eine intelligente Worterkennung. Während des Tippens schlägt das Telefon mögliche Wörter an der Unterseite des Displays vor. Im Test hat diese Funktion verlässlich geklappt und beschleunigte das Tippen teilweise deutlich.

Innere Werte
Das Innenleben entspricht dem von aktuellen Mittelklasse-Smartphones. So arbeitet im Xperia mini pro ein Prozessor mit einem Gigahertz Taktrate. Unterstützung gibt es von 512 MB Ram. Diese Spezifikationen sind für ein Display mit einer Auflösung 320 mal 480 Pixel gut bemessen. Die Auflösung ist im Vergleich zum Vorgänger (240x320) deutlich höher ausgefallen, was auch mit freiem Auge sofort feststellbar ist. Der LCD-Bildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung ist mit Sonys mobiler Bravia Engine ausgestattet, die für besonders scharfe Bilder und satte Farben sorgen soll.

Das Xperia mini pro verfügt über zwei Kameras, die Hauptkamera macht Fotos mit maximal fünf Megapixel und zeichnet Videos mit 720p auf. Die Qualität der Fotos ist nicht überragend, aber zufriedenstellend. Zusätzlich existiert noch ein LED-Blitz und an der Vorderseite eine VGA-Kamera. Ausgelöst wird die Kamera über einen zweistufigen Knopf an der Seite.

Auf dem Smartphone läuft Android Gingerbread in der Version 2.3.3. Jenes hat Sony mit eigenen Apps, sowie einem eigenen Launcher ausgestattet. Sonys Oberfläche ermöglicht es dem Nutzer, die Ecken des Homescreens auszunutzen. So kann in jeder der vier Ecken ein Ordner platziert werden, in welchem beliebige Shortcuts abgelegt werden können. Auch Sony Ericssons Timescape ist mit an Bord, über das Telefonanrufe, SMS, E-Mail, Twitter und Facebook Streams innerhalb einer App gebündelt abgerufen werden können.

Fazit
Die Kombination aus Touchscreen und Tastatur hat Sony Ericsson sehr gut umgesetzt. Die kleinen Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger machen viel aus, so ist das durchdachte Tastatur-Design mit den Cursor-Tasten deutlich angenehmer zu bedienen. Auch beim Display gibt sich der Hersteller diesmal keine Blöße: Auflösung, Helligkeit und Kontrast stimmen. Die Hardware dahinter reicht ebenfalls aus, um Android ohne Verzögerungen zu betreiben. Der eigens entwickelte Launcher rundet das Paket ab. Negativ fällt die etwas minderwertig anmutende Verarbeitung auf. Gerade beim Schiebemechanismus würde eine Metallverstärkung mehr Sicherheit geben. Die Tastatur und die Vorderseite sind hingegen gut verarbeitet.

Der attraktive Preis von 269 Euro macht das Xperia mini pro trotz einiger weniger Schwächen zu einem der attraktivsten Modelle im unteren Preissegment. Nutzer, die Wert auf eine physische Tastatur legen, können mit diesem Smartphone derzeit wenig falsch machen.

(futurezone) Erstellt am 24.08.2011, 06:05

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