Zur mobilen Ansicht wechseln »

Tarife T-Mobile startet Datenroaming-Flatrate .

Foto: Foto
Die Smartphone- und Notebook-Nutzung im Ausland wird für Urlauber immer wichtiger. Bisher machten in der Regel horrende Roamingkosten das Surfen und Telefonieren in vielen anderen Ländern zu einem Ding der Unmöglichkeit. In diesem Sommer preschen nun alle heimischen Mobilfunker mit gesenkten Tarifen vor. Auch T-Mobile hat heute neue Datenroaming-Tarife für seine Kunden präsentiert.

Sechs von zehn befragten Nutzern wollen auch im Urlaub unbedingt Zugriff auf E-Mails haben. Das zeigt eine aktuelle Studie von T-Mobile, wonach außerdem knapp die Hälfte der jungen User (zwischen 14 und 19 Jahren) gerne Zugriff auf Social Networks im Urlaub hätte. Aufgrund von meist sehr hohen Roamingkosten nutzen derzeit allerdings nur elf Prozent die Mail-Funktonen ihres Handys im Ausland und nur neun Prozent greifen via Smartphone auf soziale Netzwerke zu. Neben den generell zu hohen Kosten bemängelt ein Drittel der Befragten die komplizierte Kostenkontrolle.

 

„Es wollen zwar viele im Urlaub E-Mails abrufen oder Social-Media-Dienste nutzen, aber jedem zweiten waren bislang die Kosten zu hoch“, sagt T-Mobile-Marketing-Chefin Maria Zesch. Die Roamingkosten seien vielen bislang zu intransparent gewesen, zudem habe jeder zweite mindestens einmal ein Problem mit einer zu hohen Telefonrechnung gehabt.

Europaweite Flatrate
Mit „Travel & Surf“ startet T-Mobile nun auch für seine österreichischen Kunden neue Datenroaming-Tarife, die das Surfen im Ausland erschwinglicher machen sollen. „Ab sofort gehören Horrorrechnungen nach einem Auslandsaufenthalt der Vergangenheit an“, sagt Robert Chvátal, CEO von T-Mobile Austria. Vor allem die Kostenkontrolle will der Mobilfunker vereinfachen und bietet künftig erstmals eine europaweite Daten-Flatrate an, egal in welchem Netz sich der Nutzer dann befindet. „Mit dem neuen Travel & Surf-Tarif haben wir zum einen einen günstigen Roaming-Datentarif entwickelt, zum anderen ist er transparent und einfach zu bestellen“, so Zesch.

 

Im Angebot hat T-Mobile insgesamt sechs neue „Datenpässe“ - drei für Smartphones, drei für Notebooks. Unterschieden wird jeweils zwischen den Paketen „Small“, „Medium“ und „Unlimited“.

 

Bei Smartphones inkludiert der „Small-Pass“ 3 MB Daten für zwei Euro, der „Medium-Pass“ bietet 30 MB und kostet fünf Euro. Beide Varianten sind 24 Stunden oder bis zum Aufbrauch des Datenvolumens gültig. Wer sich für den „Unlimited-Pass“ entscheidet – empfohlen etwa für eine ganze Urlaubswoche – investiert 20 Euro und erhält dafür „unbegrenztes Datenvolumen“ für sieben volle Tage. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, das vermeintliche unlimitierte Surfen hat einen Haken: Die Geschwindigkeit wird nach 100 verbrauchten MB bereits auf 128 kbit/Sekunde gedrosselt, danach surft der Kunde bis zum Erreichen der „Fair Use“-Grenze von 500 MB mit der langsamen Verbindung weiter. Sind auch die 500 MB verbraucht, ist endgültig Schluss.

Bei den Notebook-Datentarifen gilt: Der „Small-Pass“ bietet 6 MB für vier Euro, der „Medium-Pass“ 60 MB für zehn Euro. Beide Varianten sind wiederum für 24 Stunden oder bis zum Aufbrauch des Volumens gültig. Den „Unlimited-Pass“ für Notebooks gibt es um 40 Euro. Die Drosselung auf 128 kbit/Sekunde tritt hier nach 200 verbrauchten MB ein, nach 500 MB ist ebenfalls wieder endgültig Schluss.

 

Benachrichtigung nach Verbrauch
Um zu den Daten-Pässen zu gelangen, wird T-Mobile-Kunden im Ausland eine Welcome-SMS zugesandt, die den Hinweis enthält, dass die „Passlogik“ aktiv ist. Will der Nutzer eine Datenverbindung aufbauen, wird er auf eine kostenlose Landing-Page umgeleitet, wo der gewünschte Tarif ausgewählt werden kann. Sind die Datenmengen von den Small- und Medium-Pässen aufgebraucht erhält der Kunde eine SMS-Benachrichtigung und die Internetverbindung wird gekappt. Kein Pass wird automatisch verlängert. Will der Nutzer ein weiteres Paket aktivieren, gilt derselbe Ablauf wie beim ersten Mal. Außerhalb der EU bietet T-Mobile derzeit zwar noch keine entsprechenden Pakete an, "wir arbeiten aber daran", so Zesch auf Nachfrage der futurezone.

 

Neue Roaming-Sprachtarife
Auch zum Telefonieren im Ausland präsentiert T-Mobile einige neue Optionen. Zur Auswahl stehen „Roaming 20“ oder „Roaming 100“, womit 20 bzw. 100 Minuten im Ausland telefoniert werden kann. Die 20-Minuten-Variante kostet fünf Euro pro Monat, die mit 100 Minuten beläuft sich auf 19 Euro pro Monat. Die Freiminuten gelten für alle Gespräche in allen Netzen in der ganzen EU, Island, Norwegen, Schweiz, Liechtenstein sowie in der Türkei, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und im Kosovo.

 

Darüber hinaus können Wertkarten-Kunden in über 130 Ländern telefonieren, die in fünf Zonen unterteilt sind. Roaming ist für alle neuen Kunden automatisch freigeschalten und bedarf keiner zusätzlichen Anmeldung. T-Mobile bietet mit Klax Holiday ein Roamingpaket um sechs Euro an. Dabei kann man 20 Minuten für 30 Tage lang ohne zusätzliche Kosten im Ausland telefonieren. Nach 30 Tagen endet das Paket automatisch und kann per SMS wieder angemeldet werden. Megaklax-Kunden erhalten einmalig 100 Roaming-Minuten in diversen Urlaubsländern.

 

Mehr zum Thema

(futurezone) Erstellt am 17.06.2011, 09:10

Kommentare ()

Ihr Kommentar Kommentare aktualisieren
Bitte Javascript aktivieren!