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Sperren T-Mobile stellt Kinderschutz-Produkt vor.

Foto: T-Mobile
Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat am Donnerstag nach zwei Jahren Entwicklungszeit ein Kinderschutz-Produkt vorgestellt, das Eltern ermöglicht, ihre Kinder am Smartphone und Tablet vor Pornos, Gewalt und anderen "schädlichen Inhalten" zu schützen, sowie unerwünschte Apps zu blockieren.

„Sogenannte Nanny-Software für Laptops und PCs gibt es schon lange. Jedoch war ein zuverlässiger, netzintegrierter Schutz für Kinder aufgrund der überaus schwierigen technischen Herausforderung bisher nicht verfügbar. Fakt ist aber, dass bereits rund eine Million Kinder in Österreich ein Handy besitzen. Wir fühlen uns verpflichtet, Eltern beim Schutz ihrer Kinder zu unterstützen. Das leistet unser Produkt Kinderschutz", erklärte Bertold Frech, Geschäftsführer Privatkunden T-Mobile Austria, am Donnerstag bei der Präsentation des Produkts.

Zwei verschiedene Alterskategorien
Gemeinsam mit dem Technologiepartner Cyan Mobile Security wurde von T-Mobile eine Lösung für T-Mobile- und tele.ring-Kunden entwickelt, die Kinder vor gefährlichen Inhalten wie Gewalt, Pornos oder Gambling schützen soll und die zum Patent angemeldet wurde. Zusammen mit dem Wiener Bildungsserver wurden altersbezogene Voreinstellungen für Kinder definiert, die in Kinder "bis zu 10 Jahre" und "ab 10 Jahren" eingeteilt wurden.

Neben den empfohlenen Voreinstellungen lassen sich auch Seiten individuell sperren. Als Suchmaschine für "sicheres Suchen" im Web wurde Yahoo herangezogen. Beim Video-Portal YouTube greifen die vordefinierten Filter ebenfalls, doch auch diese lassen sich erweitern. Unabhängig von der Kategorisierung können Internetseiten auch manuell hinzugefügt und als „gesperrt" oder „immer verfügbar" markiert werden.

Das neue Kinderschutz-Produkt schickt außerdem eine SMS auf das Handy der Eltern, wenn ihr Kind eine neue App installiert. Die Eltern können dann entscheiden, ob das Kind auf die App zugreifen darf, oder nicht. Apps, die vor Aktivierung des Kinderschutz-Produkts installiert worden sind, können von den Eltern nachträglich erlaubt oder verboten werden. Auch Roaming-Kosten und Einkäufe von Klingeltönen können unterbunden werden.

Ruhezeiten einstellen
Eine weitere praktische Funktion des Produkts: Es können individuell sogenannte "Ruhepausen" eingestellt werden. Dadurch kann man seinem Kind z.B. den Internet-Zugang während der Schulzeit bzw. in der Nacht ab einer bestimmten Uhrzeit sperren.

Barbara Novak, Präsidentin des Wiener Bildungsservers und Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat, ist sehr erfreut darüber, dass es die Möglichkeit gibt, Eltern bei der Vermittlung von Medienkompetenz am Handy direkt zu unterstützen. "Erziehungsberechtigte werden in ihre Pflicht genommen, ihre Kinder im Zeitalter der digitalen Medien pädagogisch zu begleiten. Durch die Empfehlungen des Wiener Bildungsservers bei der Entwicklung der Filtereinstellung ist es nun möglich, Kinder in einem geschützten Rahmen auch am Handy oder am Tablet im Internet surfen zu lassen, ohne sie dabei stark zu behindern."

Kosten
Das Produkt "Kinderschutz" steht Kunden von T-Mobile und tele.ring zur Verfügung und kann auch für beide Marken gemeinsam genutzt werden. „Kinderschutz" ist im ersten Monat kostenlos, danach ist die Option SMALL (eine Telefonnummer) für zwei Euro pro Monat erhältlich, das Paket LARGE schützt bis zu drei Nummern um vier Euro im Monat. Alle Funktionen werden durch den Einsatz eines im Netzwerk integrierten Filters möglich, der über das 3G-Netz von T-Mobile das Kinder-Handy schützt. Aus technischen Gründen funktioniert der WLAN-Schutz nur auf Geräten mit Android-Betriebssystem (bis Android 4.1, Android 4.2 derzeit mit technischen Einschränkungen).

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(futurezone) Erstellt am 18.07.2013, 13:00

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