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VKI Test: LED-Lampen besser als Energiesparlampen.

Foto: Jens Büttner/dpa
Ab September 2011 dürfen nur noch Lampen unter 60 Watt auf den Markt gebracht werden. Der VKI hat untersucht, welche Lampen die 100-Watt-Birne am besten ersetzen können. Die LED-Lampen schneiden dabei besser als Energiesparlampen ab.

Halogen-, LED- oder Energiesparlampen gibt es als Ersatz für die gute, alte Glühbirne. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Alternativen nach Kriterien wie lichttechnische Eigenschaften, Haltbarkeit oder Umweltverträglichkeit getestet.

LED-Lampen haben dabei am besten abgeschnitten, auch wenn sie durch einen relativ hohen Anschaffungspreis für Normalverbraucher derzeit noch eher unattraktiv sind. Viele greifen hier deshalb zu den günstigeren Energiesparlampen. Hier gibt es allerdings noch Mängel hinsichtlich der Helligkeit nach dem Einschalten oder bei der Schaltfestigkeit. Die Halogen-Lampen schneiden beim Test deutlich schlechter ab: Die Lichtausbeute ist zu gering, die Lebensdauer zu kurz und die Stromkosten wesentlich höher als bei Energiesparlampen.

So belaufen sich die Stromkosten bei Halogen-Lampen auf etwa 93 Euro. Eine alte 100-Watt-Glühbirne verursacht etwa 120 Euro an Stromkosten, Energiesparlampen hingegen nur rund 25 Euro. Der vergleichsweise hohe Kaufpreis von Energiesparlampen – die „Guten“ kosten zwischen sieben und rund 18 Euro – macht sich damit schnell bezahlt.

Energiesparlampen halten bis zu sechs Jahre
Auch in puncto Lebensdauer überzeugen die Energiesparlampen: Acht der zwölf getesteten Produkte leuchteten auch noch nach 6.000 Stunden im Dauerbetrieb, was bei einer realistischen Nutzung von drei Stunden pro Tag einer Lebensdauer von annähernd sechs Jahren entspricht. Nach wie vor ist die Helligkeit der Energiesparlampen nach dem Einschalten aber nur mäßig. „Wo es sofort nach dem Einschalten hell sein soll, etwa im Treppenhaus, sind eher LED- und Halogenglühlampen geeignet – nur mit Ausnahmen auch Energiesparlampen“, erläutert VKI-Experte Mirko Bernhard.

Immer wieder wird in Zusammenhang mit Energiesparlampen der Quecksilbergehalt diskutiert. „Der derzeit sicherste Weg wäre, Amalgam statt flüssiges Quecksilber zu verwenden und zusätzlich eine verstärkte Schutzhülle einzusetzen, die Zerbrechen oder Zersplittern verhindert“, so Bernhard. Dies war im Test nur bei drei Lampen der Fall (Osram Dulux Superstar Mini Ball, Megaman Compact 1 Classic, Philips T65 Softone).

Einheitliche Kennzeichnung wäre sinnvoll

Wünschenswert wäre für VKI-Experte Bernhard zudem eine einheitliche Kennzeichnung auf den Verpackungen. „Zwar werden auf neueren Verpackungen gemäß EU-Richtlinie
relevante Informationen wie beispielsweise Leistungsaufnahme, Lebensdauer, Farbtemperatur, Schaltfestigkeit und Quecksilbergehalt angegeben – eine einheitlichere Darstellung würde die Orientierung für Konsumenten mit Sicherheit aber erleichtern.

(futurezone) Erstellt am 24.02.2011, 12:00

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