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SolidEnergy Akkus mit doppelter Laufzeit vorgestellt.

Der Solid-Energy-Akku ist weitaus kleiner als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus
Der Solid-Energy-Akku ist weitaus kleiner als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus - Foto: SolidEnergy
Der MIT-Ableger SolidEnergy hat einen Lithium-Ionen-Akku mit doppelter Energiedichte präsentiert. Er soll in Smartphones wie Google Project Ara verbaut werden.

Die US-Firma SolidEnergy, die bereits in der Vergangenheit mit leistungsstarken Akkus aufgefallen ist, hat die neueste Generation ihrer Lithium-Ionen-Akkus präsentiert. Diese soll im Vergleich zu herkömmlichen Akkus eine doppelte Energiedichte erreichen. Die tatsächliche Laufzeit eines Akkus hängt naturgemäß von vielen Hardware- und Softwarefaktoren ab. In der Praxis bedeutet die Entwicklung aber, dass mit der gleichen Akkugröße die doppelte Speicherkapazität erreicht werden kann.

Anode und Elektrolyt

Umgekehrt kann der Akku auch um die Hälfte geschrumpft werden, um die selbe Speicherkapazität herkömmlicher Akkus zu erreichen, was durch die Platzersparnis wiederum völlig neue Gehäusedesigns ermöglicht. Laut SolidEnergy wird die hohe Energiedichte von über 1200 Wattstunden pro Liter (Wh/l) unter anderem durch eine extrem dünne Metall-Anode sowie ein besonderes Elektrolyt-Material, das zudem die Brandgefahr des Akkus stark verringern soll. Herkömmliche Akkus bringen es auf 600 Wh/l. Höhere Dichten sind bereits im Labor getestet, sollen laut SolidEnergy aber weit teurer in der Produktion sein als das SolidEnergy-Konzept.

Metall-Anoden zu verwenden ist keine neue Idee, bisher konnten derartige Konstruktionen allerdings nur bei sehr hohen Betriebstemperaturen erreicht werden. Der nun vorgestellte Akku-Prototyp funktioniert angeblich bei Zimmertemperatur. Wie das Unternehmen bekanntgab, wolle man den Akku für das modulare Google-Smartphone-Projekt Ara anbieten. Um langfristig im Akku-Geschäft Fuß zu fassen, benötigt das aus dem Massachusetts Institute of Technology hervorgegangene Start-up aber große Industriepartner.

Autos, Handys, Smartwatches

Neben der notwendigen Verbesserung von Akkutechnologie für Elektroautos, sind geringe Akkulaufzeiten in mobilen Geräten weiterhin das größte Ärgernis für User. Während das Problem aufgrund der nun größeren Bauweise vieler Highend-Smartphones mit größeren Displays ein wenig abgemildert wurde, leiden vor allem kleine mobile Geräte wie Smartwatches unter den schlechten Akkulaufzeiten. Erste Berichte suggerieren, dass auch die lange erwartete Apple Watch kaum einen ganzen Tag über die Runden kommen soll.

SolidEnergy will 2016 mit einem ersten kommerziellen Produkt für mobile Geräte sowie 2017 mit einer Batterie für den Automarkt herauskommen.

(futurezone) Erstellt am 31.01.2015, 14:57

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