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Skeptiker-Preis Die Nominierten für das Goldene Brett 2014 stehen fest.

Der wohl prominenteste Nominierte ist Sänger Xavier Naidoo, der absurde Verschwörungstheorien öffentlich befürwortete
Der wohl prominenteste Nominierte ist Sänger Xavier Naidoo, der absurde Verschwörungstheorien öffentlich befürwortete - Foto: Franz Gruber,epa
Neben Sänger Xavier Naidoo wurden auch die Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen sowie der Verein "Netzwerk Impfentscheid" nominiert.

Bereits zum vierten Mal wird dieses Jahr das „Goldene Brett“ vom Wiener GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), der Gesellschaft für kritisches Denken (GkD), vergeben. Der Preis wird an Personen oder Institutionen verliehen, die mit wissenschaftlich widerlegten Behauptungen Medienpräsenz anstreben, Angst machen oder Geld verdienen wollen. Dieses Jahr haben es der Verein „Netzwerk Impfentscheid“, die Gesundheitsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Barbara Steffens sowie der Sänger Xavier Naidoo in die Top 3 geschafft.

"Einstiegsdroge" Naidoo

Naidoo wurde für seine umstrittenen Aussagen zu Verschwörungstheorien nominiert. Er sorgte mit seiner Nähe zur rechtsgerichteten „Reichsbürgerbewegung“ für Aufsehen, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnet. Die GdK bezeichnet Naidoo als „Einstiegsdroge der Irrationalität, die mit pathetischer Musik beginnt und bei Chemtrails und Weltverschwörungs-Paranoia endet.“

Barbara Steffens, Grüne-Politikerin und bereits seit 2010 Gesundheitsministerin im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, gilt als Anhängerin der Alternativmedizin. Sie will Alternativmedizin, wie zum Beispiel Homöopathie, an Hochschulen einführen. Zudem ist sie der Meinung, Alternativmedizin könne nicht nach den gleichen wissenschaftlichen Standards beurteilt werden.

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Foto: Goldenes Brett

Der Schweizer Verein „Netzwerk Impfentscheid“ verbreitet wiederum die Behauptung, Impfen sei nutzlos oder sogar schädlich. Vor allem junge Eltern werden auf diesem Weg verunsichert und gefährden so das Leben ihrer Kinder. Zuletzt sorgte der Verein mit einem fragwürdigen Beitrag auf YouTube für Aufsehen. Darin spottete man über die Berichterstattung zu Ebola-Fällen in Afrika und bezeichnete diese als inszenierte PR-Aktion, um Menschen zum Impfen zu verführen.

Verleihung am 26. November

Die Einreichphase für den Preis endete am Freitag, die Jury wählte danach aus insgesamt 250 Nominierungen des Publikums die Top 3 aus. Die Preise werden am 26. November um 20 Uhr in der Urania in Wien verliehen. Wie im Vorjahr ist der Eintritt frei, jeder Interessierte darf daran teilnehmen. Die Verleihung wird auch live auf YouTube übertragen und kann später nachgesehen werden. Im Vorjahr wurden die „Homöopathen ohne Grenzen“ ausgezeichnet, die Personen in Krisengebieten mit homöopathischen Mitteln behandeln.

(futurezone) Erstellt am 16.11.2014, 20:23

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