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Science-Fiction Forscher entwickeln Traktorstrahl aus Schallwellen.

Bald kann man auch Gegenstände per Traktorstrahl bewegen, wie es bereits Raumschiffe in Science-Fiction-Filmen können
Bald kann man auch Gegenstände per Traktorstrahl bewegen, wie es bereits Raumschiffe in Science-Fiction-Filmen können - Foto: AP
Forschern ist es gelungen, mit Ultraschall-Lautsprechern Gegenstände in der Luft zu halten und zu bewegen. Dieser "Traktorstrahl" eignet sich unter anderem für Operationen.

Star Trek rückt immer näher: Forscher der Universität von Bristol haben ein System entwickelt, das mithilfe von Schallwellen Objekte in der Luft halten und bewegen kann. Das „Traktorstrahl“-ähnliche System basiert auf extrem hochfrequenten Schallwellen, die einen Gegenstand an einem „ruhigen Ort“ halten. Durch das Verändern der Schallwellen kann der Gegenstand bewegt oder gedreht werden.

A polystyrene bead (3mm diameter) is trapped insid
Foto: REUTERS/Asier Marzo/Bruce Drinkwater/Sri
Das System besteht aus einer Vielzahl von kleinen Lautsprechern, die die entsprechenden Ultraschall-Muster aussenden. Diese Muster können wie Werkzeuge verwendet werden, beispielsweise als Pinzette für feine Bewegungen oder als „Tornado“ zum Drehen. Das System ermöglicht auch eine präzise Kontrolle, wenn das Objekt nur von einer Seite mit Schallwellen beschossen wird. Das Team hat bislang Tests mit fünf Millimeter dicken Kugeln durchgeführt, die bis zu 40 Zentimeter hochgehoben werden konnten.

Getestet als UFO

Auch wenn das Video nur zeigt, wie die Objekte auf Schallwellen „schweben“, können sie laut den Forschern auch „angesaugt“ werden. Da viele Menschen Traktorstrahlen mit UFOs verbinden, haben die Forscher kurzerhand ein UFO aus  Karton gebastelt und das System an der Unterseite befestigt. Wie in Science-Fiction-Filmen konnten sie dann gezielt Gegenstände hochheben und in das „Raumschiff“ befördern.

„Unsere Methode, so hoffen wir, wird nun sowohl im kleinen Rahmen - beispielsweise für medizinische Zwecke - als auch bei großen Objekten eingesetzt, beispielsweise dem Transport von gefährlichen Materialien, die nicht berührt werden sollten“, erklärt Bruce Drinkwater, einer der Erfinder des Verfahrens. 

(futurezone) Erstellt am 28.10.2015, 10:19

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