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Erneuerbare Energien Google steigt in europäischen Solarmarkt ein.

Foto: Reuters
In den USA hat der Internetriese bereits in zwei Windpark-Projekte investiert. Nun steigt Google auch in Deutschland in den Markt für erneuerbare Energien ein. In Brandenburg an der Havel will sich der Konzern mit 3,5 Millionen Euro an einem Solarpark beteiligen. Weitere Projekte könnten folgen.

Google will nun auch in Europa in erneuerbare Energien investieren. Den Anfang macht der Internetriese dabei in Deutschland. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wird man sich gemeinsam mit Partnern an einem Solarpark in Brandenburg an der Havel beteiligen und 3,5 Millionen Euro für das Projekt auf den Tisch legen. Als Co-Investor fungiert der deutsche Finanzinvestor Capital Stage, der bereits Erfahrung im Bereich der Photovoltaik mitbringt.

 

Die Brandenburger Solarparkanlage umfasst ein Areal von 47 Hektar, ist bereits fertiggestellt und soll pro Jahr 18 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Damit können künftig rund 5.000 Haushalte versorgt werden. Formal muss die Google-Investition allerdings noch von den Kartellbehörden abgesegnet werden.

 

Der Standort Deutschland sei kein Zufall, heißt es seitens Google. „Deutschland zählt bei der Entwicklung erneuerbarer Energien seit vielen Jahren zur Weltspitze“, sagt Benjamin Kott, Clean Energy Advocacy Manager bei Google. Das Land verfüge über gute politsche Rahmenbedingungen, und die Bürger stünden sauberer Energie positiv gegenüber. „Google versteht seine Beteiligung als wichtigen Beitrag zur Förderung klimafreundlicher Energie – aber auch als solide finanzielle Investition“, so Kott. Der Zeitpunkt für Googles Einstieg in den deutschen Solarmarkt ist gut gewählt. Angesichts der Atomkatastrophe in Japan wird wieder heftig über einen Atomausstieg diskutiert und erneuerbare Energien sind ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.

 

Auf der Suche nach neuen Projekten
Dass sich Google in Zukunft zu einem führenden Stromanbieter entwickelt, ist unwahrscheinlich. „Wir werden aber kontinuierlich auf dem Gebiet tätig bleiben“, sagt Google-Sprecher Ralf Bremer zur futurezone. Es sei durchaus denkbar, dass sich Google künftig auch in anderen europäischen Ländern an erneuerbaren Energien beteilige. „Wir suchen laufend nach neuen Investitionsmöglichkeiten“, so Bremer.

 

In den USA ist Google schon seit längerem auf dem Markt für erneuerbare Energien vertreten. Der Internetriese hat sich dort mit Millionen-Investitionen an zwei Windparkanlagen beteiligt. Aber auch in Start-ups auf diesem Gebiet, wie zum Beispiel dem Technologie-Anbieter AltaRock, habe Google investiert, so Bremer. Insgesamt wurden bereits mehr als 100 Millionen Dollar in Anlagen für erneuerbare Energien und neue Technologien gepumpt.

 

Neben der direkten Beteiligung an Produzenten von erneuerbaren Energien setzt Google auch im eigenen Unternehmen auf Nachhaltigkeit. Auf dem Firmenareal in Mountain View wurde neben mehreren Brennstoffzellen auch eine der größten dachmontierten Solaranlagen der USA installiert. Darüber beziehen zum Beispiel auch Elektroautos, die den Mitarbeitern in Mountain View zur Verfügung stehen, ihren Strom.

 

Laut Bremer sei man auch in den USA auf der Suche nach geeigneten Solarprojekten, in die investiert werden kann. Parallel arbeitet ein eigenes Forschungs- und Entwicklungsteam laufend an entsprechenden Technologien.

 

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(futurezone) Erstellt am 07.04.2011, 11:00

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