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Raketenstart Startschuss für Europas Datenautobahn ins All.

Die Proton-Rakete hob am Freitag ins All ab.
Die Proton-Rakete hob am Freitag ins All ab. - Foto: ESA auf Twitter
Eine Proton-Rakete ist in der Nacht vom kasachischen Baikonur aus mit dem ersten Teil für eine neue europäische Datenautobahn ins All gestartet.

Der russische Lastenträger hob am späten Freitagabend mit dem 5175 Kilogramm schweren Telekommunikationssatelliten Eutelsat 9B vom Weltraumbahnhof ab. Daran angedockt ist die rund 50 Kilo schwere Relaisstation EDRS-A, die als superschneller Übermittler dienen soll. Das berichtet die ESA am Samstag.

Nach einer Flugzeit von gut neun Stunden soll die Doppelfracht auf einer geostationären Umlaufbahn in rund 36 000 Kilometern Höhe ausgesetzt werden. Die Relaisstation wird mit Lasertechnik Daten von Satelliten einsammeln und zur Erde übertragen. Damit können gespeicherte Beobachtungsdaten viel schneller zu Nutzern in Europa gelangen - und zum Beispiel die Grenzüberwachung oder Hilfseinsätze nach Naturkatastrophen erleichtern.

Die Mission kann auch auf Twitter über die Hashtags #SpaceDataHighway und #letslaunch sowie die Konten @ESA und @ESA_artes_apps mitverfolgt werden.

Telekom-Programm

EDRS, das bisher ehrgeizigste Telekommunikationsprogramm der ESA, ist einmaliges Vorhaben, mit dem die Infrastruktur für ein völlig neues Marktsegment der kommerziellen Satellitenkommunikation geschaffen werden soll. Das Partnerunternehmen der ESA für dieses Programm ist Airbus Defence and Space, das anschließend auch als Dienstanbieter fungieren wird. Der erste EDRS-Knoten, EDRS-A, wird seine Datenrelaisdienste ab Sommer aufnehmen. Zu den ersten Nutznießern werden die Copernicus-Satelliten Sentinel-1 und -2 der ESA und der Europäischen Kommission gehören.

(dpa, futurezone) Erstellt am 30.01.2016, 10:43

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