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Start-up Fog Computing: Echtzeit-Datenanalysen für die Industrie 4.0.

Gründerteam von Nebbiolo Technologies: Kannan Devarajan, CTO; Flavio Bonomi, CEO; Chandra Joshi, VP Engineering
Gründerteam von Nebbiolo Technologies: Kannan Devarajan, CTO; Flavio Bonomi, CEO; Chandra Joshi, VP Engineering - Foto: Florian Christof
Auf Basis von deterministischem Ethernet will das Start-up Nebbiolio Technologies das Herzstück der Netzwerkkommunikation der Industrie 4.0 etablieren.

Das Start-up Nebbiolo Technologies hat den Anspruch, die Netzwerkkommunikation, auf dem die automatisierte, industrielle Produktion basiert, neu zu definieren. Mit dem klingenden Schlagwort Fog-Computing will das junge Unternehmen zwischen On-Premises und Cloud-Computing eine neue Ebene einziehen.

"Fog-Computing deshalb, weil unsere Lösung näher am Ort des Geschehens ist als die Cloud, die ja bekanntlich weit weg ist", erklärt Flavio Bonomi, CEO und Co-Founder von Nebbiolo Technologies im Gespräch mit der futurezone im Rahmen des Deterministic Ethernet Forums in Wien.

Die Lösung, die Bonomi anspricht, soll sämtliche Prozesse bündeln, die für eine vernetzte und automatisierte Industrieproduktion benötigt werden. "Unsere kleinen zentralen Rechner sind das Herz der Industrie 4.0. Sie bieten lokalen Speicherplatz, führen Analysen in Echtzeit durch, bringen Prozesse zusammen und dienen gleichzeitig als Firewall gegen Angriffe von außen." Auf Basis des deterministischen Ethernet-Standards werden dort auch Prozesse priorisiert, wodurch gewährleistet wird, dass die Datenpakete mit Zeitstempel versehen sicher ans Ziel kommen.

Einsatzmöglichkeiten

Kleine lokale Rechner, die unterschiedliche Prozesse zusammenbringen, verarbeiten, analysieren sowie priorisieren und zwar alles auf Hochsicherheitslevels sei nicht auf Industrie-4.0-Anwendungen beschränkt, sagt Bonomi.

"In jeder sensiblen, vernetzten Umgebung könnte unsere Lösung zum Einsatz kommen: Sei es in Connected-Cars, bei der Kommunikation zwischen Straßeninfrastruktur und Autos, in der Luft- oder Raumfahrt." 

Investment von TTTech

Diese Idee hat auch das Interesse von TTTech und Kuka geweckt, die gemeinsam in Nebbiolo Technologies investiert haben. Das Wiener Technologieunternehmen TTTech beschäftigt sich bereits seit zehn Jahren mit dieser Thematik und will gemeinsam mit schlagkräftigen Partnern das deterministische Ethernet im Rahmen des offenen Standards IEEE 802.1 TSN (Time-Sensitive Networking) etablieren.

Deterministisches Ethernet zeichnet sich dadurch aus, dass es auf herkömmlichen Ethernet-Standard eine priorisierte Datenübertragung ermöglicht, wobei Komponenten über virtuelle Channels kommunizieren. Die Kommunikation in diesem Kanal kann weder unterbrochen noch beeinträchtigt werden und garantiert Übertragungssicherheit und Datenaustausch in Echtzeit.

(futurezone) Erstellt am 10.12.2015, 06:00

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