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10.07.2014

Gedankensteuerung für Google Glass

Ein Londoner Start-up hat eine App entwickelt, mit der sich die Kamera in Googles Datenbrille Glass durch Hirnwellen auslösen lässt.

Die Kombination der Datenbrille mit einem EEG (Elektroenzephalografie)-Headset soll das Fotografieren mit Google Glass ohne das Bewegen eines Muskels möglich machen, berichtet die BBC. Entwickelt wurde die Gedankensteuerung für Googles Datenbrille vom Londoner Start-up This Place, das seine MindRDR genannte Software auch unter einer freien Lizenz auf Github veröffentlichte.

Mit dem EEG-Headset wird die Hirnaktivität der Nutzer gemessen. Stellen die Sensoren eine hohe Konzentration fest, erscheint am Display der Datenbrille eine weiße Linie, die sich durch weiteres Fokussieren des Nutzers nach oben verschiebt und schließlich die Kamera der Google Glass auslöst. Durch die Wiederholung des Vorgangs kann das Bild auch auf ein vorher festgelegtes Social-Media-Profil gepostet werden.

Die Gedankensteuerung soll eine Alternative zu Sprachbefehlen („Ok Glass, take a picture“) oder dem Berühren des Gerätes bieten, und es so auch Leuten, deren Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt ist, ermöglichen über Wearables, wie Datenbrillen, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren, sagten die Entwickler der Software zur BBC. Von Google wird die App bislang nicht unterstützt, sie wird auch nicht im Glass App Store angeboten.