B2B 01.03.2013

2014 so viele Handys wie Menschen auf der Erde

Laut dem Entwicklungsbericht der Internationalen Fernmeldeunion sind demnächst sieben Milliarden Mobiltelefone im Umlauf. In Asien wächst der Markt am schnellsten, insgesamt verlangsamt sich jedoch das Wachstum. Das Internet verbreitet sich hingegen langsamer als erhofft.

Auf der Erde könnte es schon im kommenden Jahr so viele Mobiltelefone wie Menschen geben. Das geht aus dem jüngsten Entwicklungsbericht der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) hervor. Die Zahl der Handys werde demnach 2014 voraussichtlich die Marke von sieben Milliarden erreichen, sagen die ITU-Experten voraus. Die Weltbevölkerung umfasste nach UN-Schätzungen Anfang 2013 7,1 Milliarden Menschen. Bis 2015 sollen jährlich rund 78 Millionen Menschen hinzukommen.

128 Prozent Sättigung in Industrieländern
Das größte Wachstum bei der mobilen Kommunikation vollzieht sich in Asien, heißt es in dem am Donnerstag ins Internet gestellten ITU-Bericht "The World in 2013: ICT Facts and Figures". Bereits jetzt entfällt mehr als die Hälfte der weltweiten Mobilfunkverträge auf diesen Erdteil.

Allerdings verzeichnet die ITU insgesamt eine Verlangsamung des Wachstums als Folge der zunehmenden Sättigung der Märkte: Bis Ende 2013 werde die Marktabdeckung mit Mobiltelefonen global 96 Prozent ausmachen, in den Industrieländern bereits 128 Prozent und in den Entwicklungsländern 89 Prozent.

Internet wächst langsamer als erhofft
Deutlich langsamer als erhofft wächst laut ITU inzwischen der Zugang zum Internet. Bis Ende 2013 werden voraussichtlich 39 Prozent der Weltbevölkerung - 2,7 Milliarden Menschen - im Netz sein. Dabei wird es große Unterschiede geben: In Europa wird mit einer Internetabdeckung von 75 Prozent gerechnet, in Afrika hingegen mit nur 16 Prozent.

"Wir haben in den ersten zwölf Jahren des neuen Millenniums große Fortschritte gemacht, aber noch einen langen Weg vor uns", sagte ITU-Generalsekretär Hamadoun Toure auf dem am Donnerstag beendeten Mobile World Congress in Barcelona. "Doch zwei Drittel der Weltbevölkerung - rund 4,5 Milliarden Menschen - sind immer noch offline ... und damit ausgeschlossen von der größten und wertvollsten Bibliothek der Welt."

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( apa,dpa ) Erstellt am 01.03.2013