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04.09.2013

A1 nimmt Photovoltaik-Anlage in Betrieb

An der Erdefunkstelle Aflenz wurde am Mittwoch der Photovoltaikpark von A1 offiziell in Betrieb genommen. Der erzeugte Strom wird direkt in die Satellitenstation eingespeist.

Die von A1 betriebene Erdefunkstelle Aflenz wurde bereits 1980 eröffnet. Sie ist die einzige ihrer Art in Österreich und eine der größten Satellitenanlagen in Europa. Durch die zentrale Lage in Mitteleuropa können vom Standort Aflenz besonders viele Satelliten erreicht werden, was die Erdefunkstelle international wettbewerbsfähig macht. Aktuell sind mehr als 50 Antennen im Einsatz, die Daten mit Lichtgeschwindigkeit zu den 36.000 km entfernten Satelliten schicken. Da die Position der geostationären Satelliten über dem Äquator bis zu 70 km abweichen können, werden die drei großen Antennen, die einen Durchmesser von knapp 35 Metern aufweisen, laufend automatisch auf tausendstel Grad nachjustiert. Durch den angeschlossenen Photovoltaikpark wird ab sofort ein Teil des enormen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gewonnen.

Erdefunktstelle wird nahezu autark

Die 462 Photovoltaik-Module erstrecken sich über eine Fläche von insgesamt 2800 m2 und können jährlich rund 110.000 kWh Strom produzieren, was dem Energieverbrauch von ungefähr 60 Haushalten entspricht. Durch den Einsatz der Sonnenenergie wird 50.000 kg CO2 pro Jahr eingespart. In einem zweiten Ausbauschritt wird die Energieerzeugung beinahe verdoppelt und da der erzeugte Strom direkt in die Satellitenanlage eingespeist wird, soll es durch eine dritte Ausbauphase möglich sein - zumindest in den Sommermonaten - bis zu 85 Prozent des Energieverbrauchs der Erdefunkstelle über Solarenergie bereitzustellen.

Photovoltaikpark bei der Erdefunkstelle Aflenz

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Hannes Ametsreiter, Generaldirektor von A1 und Telekom Austria Group betonte bei der Eröffnung, dass es gelungen sei Ökonomie, Technologie und Umwelt in Einklang zu bringen. "Der Energieverbrauch unserer Netze stellt für uns als Kommunikationsunternehmen eine der größten Umweltauswirkungen dar. Umso wichtiger ist es, dieser Herausforderung mit einer klaren Energieversorgungsstrategie zu begegnen. Neben Maßnahmen zur Energieeinsparung setzen wir auf die Steigerung der Energieeffizienz sowie auf den Einsatz erneuerbarer Energien", so Ametsreiter. Landeshauptmann-Stellvertreter Herman Schützenhöfer lobte die umweltpolitische Vorbildwirkung von A1 und unterstrich die positiven Auswirkungen des Forschungsstandorts Steiermark. "Auch für das Land Steiermark sind Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien ein zentrales Thema. Daher freut es uns sehr, wenn auch die Wirtschaft sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst ist", so Schützenhöfer

Mit dem Photovoltaikpark in Aflenz baut A1 die Nutzung alternativer Energiequellen weiter aus. Bereits seit 2010 betreibt das Telekommunikationsunternehmen eine Solaranlage im Technologiezentrum im Wiener Arsenal, die jährlich rund 30.000 kWh Strom produziert. 2012 bezog A1 ungefähr 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, wobei der Wasserkraft der größte Anteil zukommt. In Wien, Graz und Salzburg werden die großen A1-Unternehmensgebäude mit reinem Ökostrom versorgt.