B2B
17.11.2014

Airbus-Firma baut Modul für US-Raumkapsel Orion

Das Airbus-Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space wird ein Modul für die neue US-Raumkapsel Orion bauen, die den Weltraum jenseits des erdnahen Orbits erkunden soll.

Diesen Auftrag vergab die Europäische Weltraumagentur ESA am Montag in Berlin an das Unternehmen, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mitteilte. Airbus Defence and Space wird demnach das Servicemodul ESM für die Orion-Kapsel entwickeln und bauen. Das Modul soll für den Antrieb sowie die Energieversorgung und die Lagerung wichtiger Versorgungsgüter wie Wasser und Sauerstoff sorgen.

Das Servicemodul ESM basiert auf der Technologie des europäischen Versorgungsfrachters ATV (Automated Transfer Vehicle) für die ISS. Der letzte von insgesamt fünf ATV-Raumfrachtern hatte am 12. August an die ISS angedockt. Er soll die Raumstation im Februar 2015 wieder verlassen und danach in der Erdatmosphäre verglühen.

Millionenschwerer Vertrag

Den 390-Millionen-Euro-Vertrag über die Entwicklung des ESM-Servicvemoduls unterzeichneten der ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt, Thomas Reiter, der Leiter Orbitale Systeme und Weltraumerkundung bei Airbus Defence and Space in Bremen, Bart Reijnen, in Anwesenheit der Raumfahrtkoordinatorin der deutschen Bundesregierung, Brigitte Zypries (SPD).

Der Erstflug der Orion-Raumkapsel mit dem europäischen Servicemodul ist laut DLR für 2017/2018 geplant. Es soll ein unbemannter Flug um den Mond und zurück werden. Sollte die US-Raumfahrtbehörde NASA die Option für ein zweites ESM wahrnehmen, soll demnach die zweite Mission ab 2020/2021 mit Astronauten an Bord einen vorher eingefangenen Asteroiden ansteuern und Proben zurückbringen.