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Zahlen
06/19/2012

AIT zieht positive Bilanz und will wachsen

Das Austrian Institute of Technology (AIT) will nach mehrjähriger Konsolidierungsphase wachsen. Mit einem EGT von 2,1 Mio. Euro 2011 (2010: 3,5 Mio. Euro) hat das vor einigen Jahren schwer angeschlagene ehemalige Forschungszentrum Seibersdorf den vierten Jahresabschluss in Folge mit schwarzen Zahlen vorgelegt.

„2013 werden wir Aufarbeitung und Restrukturierung abgeschlossen haben, um dann in die Dynamik überzugehen", sagte AIT-Aufsichtsratschef Hannes Androsch am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. In den vergangenen Jahren sei es darum gegangen, Vorjahresverluste abzudecken und Liquidität wieder herzustellen, sagte der kaufmännische AIT-Geschäftsführer Anton Plimon, der das Jahr 2011 als „sehr zufriedenstellend" bezeichnete und die „stabile Betriebsleistung" von knapp 119 Mio. Euro (2010: 125 Mio. Euro) hervorhob. Für das laufende Jahr wird mit einem EGT von 1,9 Mio. Euro gerechnet. „Wir sind kein Sparverein", betonte Plimon und verwies darauf, dass 1,5 Mio. Euro wieder in strategische Vorhaben investiert worden seien.

Bei den Projekten gebe es einen positiven Trend zu größeren Vorhaben, die Zahl der EU-Projekte sei um 13 Prozent gestiegen. Dementsprechend habe sich auch der Auftragsstand 2011 um 6,2 Prozent auf 129,3 Mio. Euro erhöht. Das AIT steht zu 50,46 Prozent im Eigentum des Bundes, der Rest im Besitz heimischer Unternehmen. Für den geplanten Expansionskurs trifft es sich laut Androsch gut, dass im kommenden Jahr eine neue Vereinbarung mit dem Eigentümervertreter des Bundes, dem Infrastrukturministerium, abzuschließen sei. Beim Wachstum orientiert man sich u.a. am Paul Scherrer Institut, dem größten Forschungszentrum für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz. Das AIT hat nicht einmal zwei Drittel von dessen Budget, „es wird Aufgabe sein, diesen Abstand zu verringern", sagte Androsch.

High-Level-Player gesucht
Der wissenschaftliche AIT-Geschäftsführer Wolfgang Knoll fragt sich, „ob wir inhaltlich und personell dafür gerüstet sind, um langsam in den Dynamik-Mode umzusteigen". Mit der vorhandenen Mitarbeiterzahl (2011 rund 900) werde man den Bedarf nicht weiter abdecken können, die „Rekrutierung von High-Level-Playern" sei notwendig. Plimon nannte einen zusätzlichen Bedarf an Mitarbeitern von 250 bis 2020, locken will man u.a. mit einem neuen Karrieremodell. Inhaltlich geht man laut Knoll „in Richtung Systemkompetenz". Themen wie „Smart Cities" hätten eine Komplexität, die nur wenige Einrichtungen beherrschen könnten, das sei zunehmend ein Alleinstellungsmerkmal des AIT.

Anfang Mai hat die AIT-Generalversammlung den bestehenden Aufsichtsrat weitgehend unverändert bestätigt, neu ist der Geschäftsführer der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Klaus Pseiner. Unter dem Motto „never change a winning team" sprach sich Androsch für „Kontinuität" in der AIT-Geschäftsführung aus, deren Verträge im Frühjahr 2013 enden und deren Positionen demnächst ausgeschrieben werden sollen. Einen Neuzugang gibt es auch bei den in einem Verein geführten Unternehmenseigentümern: Infineon ist neues Mitglied, bis Jahresende werden drei bis vier weitere neue Mitglieder erwartet.

AIT ist nach eigenen Angaben das größte, außeruniversitäre Forschungsinstitut Österreichs. "Wir wollen dafür sorgen, dass Östereich eine ausreichende Innovationsdynamik erhält bzw. behält, je nachdem um welchen Bereiche es geht", sagt Androsch. Die Forschungsschwerpunkte sind Energy, Mobility, Safety & Security, Health & Environment und Foresight & Policy Development.

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