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Online-Handel

Alibaba greift Amazon mit Internetseite in den USA an

Chinas führender Online-Händler Alibaba will den US-Konzernen Amazon und eBay auf deren Heimmarkt mit einem eigenen Internet-Auftritt Konkurrenz machen. Die chinesische Firma stellte seine neue Internetseite "11main" als Testversion vor. Die Internetseite bietet Geschäften eine Plattform für den Verkauf von Mode, Schmuck, Uhren. Alibaba, an dem der US-Internetriese Yahoo maßgeblich beteiligt ist, plant in diesem Jahr den Gang an die New Yorker Börse. Das Unternehmen hat seine Expansion ins Ausland zuletzt mit mehreren Zukäufen vorangetrieben. In den vergangenen sechs Monaten gab Alibaba bereits bei einer Investitionsoffensive insgesamt 4,8 Mrd. Dollar (3,54 Mrd. Euro) aus.

Der Online-Gigant hatte im Mai offiziell den Startschuss für den wahrscheinlich größten Börsengang in der Technologiebranche gegeben und bei der US-Börsenaufsicht einen Antrag auf eine Neuemission in New York eingereicht. Bei dem Börsengang könnte Alibaba mit bis zu 150 Mrd. Dollar (110,73 Mrd. Euro) bewertet werden. Das Aktiendebüt wird im Sommer oder der zweiten Jahreshälfte erwartet. In US-Medien wird über ein Emissionsvolumen zwischen 15 und 20 Mrd. Dollar spekuliert. Damit würde Alibaba das Aktiendebüt des Online-Netzwerks Facebook mit 16 Mrd. Dollar vor zwei Jahren noch übertreffen.

Zukäufe

Kurz vor seinem Börsengang hat Alibaba auch anderweitig seine Einkaufstour fortgesetzt. Am Mittwoch kündigte der Konzern die Übernahme des Herstellers von mobilen Internetbrowsern UCWeb an. "Die Integration wird die größte Übernahme in Chinas Internet erzeugen", teilte Alibaba mit. Alibaba hält bereits 66 Prozent der UCWeb-Anteile. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Ankündigungen sind die jüngsten Entscheidungen in der rasanten Expansion des Unternehmens. Im Mai erwarb Alibaba 10 Prozent der Anteile des Postdienstleisters SingPost aus Singapur und vergangene Woche die Hälfte des südchinesischen Fußballmeister Guangzhou Evergrande. Die Übernahme von UCWeb soll laut Alibaba sogar den Kauf der Smartphone-Plattform 91 Wireless Websoft durch Chinas Suchmaschine Baidu für 1,9 Mrd. Dollar (1,40 Mrd. Euro) im vorigen Jahr übertreffen.

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