B2B
19.05.2015

Alibaba-Gründer bedauert Klage von Luxus-Modemarken

Laut Jack Ma, CEO von Alibaba, brauche man mehr Zeit, um das Problem mit den Fälschungen zu lösen.

Der Gründer des chinesischen Online-Riesen Alibaba, Jack Ma, hat die Klage von Luxus-Modemarken wie Gucci und Yves Saint Laurent wegen Handels mit Fälschungen bedauert. "Ich denke, es ist bedauerlich, dass das Unternehmen uns verklagt", sagte Ma am Dienstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mit Blick auf das Vorgehen des Mutterkonzerns der Modefirmen, Kering.

"Es wäre besser gewesen, wenn sie versucht hätten, durch Zusammenarbeit mit uns eine Lösung zu finden", wurde Ma von der Zeitung "The Korea Times" zitiert.

In der Klage in New York werfen die Unternehmen nach Angaben von Kering der chinesischen Handelsplattform vor, zu wenig gegen den Verkauf von illegalen Kopien ihrer Artikel zu unternehmen und auch davon zu profitieren. Kering hatte am Montag in Paris die Einreichung der Klage bestätigt. Der französische Konzern und Alibaba hatten schon im vergangenen Sommer über den Kampf gegen Plagiate gestritten. Damals zog Kering eine Klage nach wenigen Wochen wieder zurück.

Ma sagte in Seoul, mehr Zeit sei nötig, um das Problem mit den Fälschungen zu lösen. Gefälschte Produkte seien ein unvermeidbarer Teil der wirtschaftlichen Entwicklung, doch seien sie "wie faule Äpfel", sagte er laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.