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USA

Amazon baut Abhol-Geschäft für Lebensmittel

Wie das Silicon Valley Business Journal berichtet, arbeitet Amazon am nächsten Schritt, um sich als Lebensmittel-Dienstleister zu etablieren. Amazon soll bereits die Baugenehmigung für ein etwa 1000 Quadratmeter großes Lager mit acht Kunden-Parkplätzen in Sunnyvale, Kalifornien erteilt bekommen haben.

Nachdem Kunden online ihre Lebensmittel und Haushaltswaren bestellt haben, wählen sie ein Zeitfenster für die Abholung aus. Damit will Amazon seinen Lieferdienst AmazonFresh ausbauen. Dieser wird in den USA bisher nur in großen Städten und dicht besiedelten Gebieten angeboten, da die Hauszustellung in Vororten für Amazon zu teuer ist.

Mit den Abhol-Geschäften kann Amazon Kunden in Vororten erreichen. Diese könnten etwa auf dem Weg von der Arbeit nachhause ihre Einkäufe abholen. Auch Kunden, die keine Lust haben in den riesigen US-Supermärkten stundenlang nach bestimmten Produkten zu suchen, könnten Gefallen an den Abhol-Geschäften finden.

Lebensmittelverschwendung

Amazon hat den Bau des Abhol-Geschäfts noch nicht offiziell bestätigt. Dieser Leak kommt aber zu einem günstigen Zeitpunkt. Erst vor einer Woche hat John Oliver in seiner TV-Sendung Last Week Tonight die Lebensmittelverschwendung in den USA angeprangert und damit für Diskussionsstoff gesorgt.

Angeblich werden 40 Prozent der Lebensmittel, die in den USA hergestellt werden, nicht gegessen sondern weggeschmissen. Das liegt nicht nur an den Konsumenten, sondern auch an den Supermärkten. Diese entsorgen täglich nicht verkaufte Waren, auch wenn diese noch nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Bei Amazons Abhol-Geschäften sollte es dieses Problem nicht geben, da nur genau die Lebensmittel dort gelagert sind, die noch am selben Tag von Kunden abgeholt werden.

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