B2B
04/19/2012

Android-Prozess: Larry Page im Zeugenstand

Google-Chef sagte fast eine Stunde lang aus

Google-Chef Larry Page hat am Mittwoch fast eine Stunde im Zeugenstand eines Gerichts in San Francisco verbracht. Er gab Auskunft über seine Rolle im Streit um mutmaßlich durch Google verletzte Patent- und Urheberrechte Oracles. Der gewöhnlich wortkarge Page wirkte angespannt. Oracle-Anwalt David Boies, der bereits Microsoft-Gründer Bill Gates in einem Kartellrechtsprozess in den 90er Jahren verhört hatte, befragte Page. Der Google-Chef sagte jedoch oftmals, er könne sich nicht an die internen Dokumente erinnern, auf die Oracle seine Klage stützt.

Sie sollen nach Auffassung des Datenbankspezialisten belegen, dass Google bei der Entwicklung des Betriebssystems Android für Mobilgeräte Patent- und Urheberrechte verletzte. Oracle hatte diese mit den Rechten an der Programmiersprache Java 2010 für 7,3 Mrd. Dollar von Sun Microsystems erworben. Inzwischen läuft Android auf mehr als 300 Millionen Smartphones und Tablet- Computern.

Mehr zum Thema

  • Android-Prozess: Keine Annäherung in Sicht
  • Oracle will Einkaufstour fortsetzen
  • Oracle wirft Google bewussten Ideenklau vor
  • Oracle gegen Google: CEOs wollen aussagen