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Gericht
06/23/2011

App Store-Klage: Schlechte Karten für Apple

Im Streit um den Namen „App Store“ zwischen Apple und Amazon hat Apple offenbar keine guten Chancen. Eine Richterin erklärte, dass sie die Klage von Apple vermutlich ablehnen werde, weil Apple nicht genug Beweise für eine „Verwirrung der Kunden“ vorlegen könne.

Als der US-Konzern Amazon unter dem Namen Appstore eine Download-Plattform für Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android gestartet hatte, war er im März von Apple verklagt worden. Die für den Fall zuständige Richterin Phyllis Hamilton sagte gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg nun, dass sie diese Forderung voraussichtlich ablehnen werde.

Apple habe bisher nicht belegen können, dass die Namensähnlichkeit zu seinem App Store mit Programmen für iPhone und iPad zu Verwirrung bei Verbrauchern führe. Apple habe diese „Verwirrung“ der Konsumenten bisher nicht belegen können. Sie werde vor der Entscheidung aber noch die Argumente der Parteien prüfen.

Sicherheit und Werbung als Argumente
Apple argumentiert damit, dass die Konsumenten mit dem Namen App Store ihren Store für das Runterladen von iPhone-, iPad-, und iPod-Programmen verbinden. Man habe hunderte von Millionen Dollar in die Werbung gesteckt und es sei ein immenser Schaden zu befürchten, wenn man den Namen mit Amazons Appstore in Verbindung bringen würde – vor allem sei der Store des Konkurrenten weniger sicher gegen Viren- und Daten-Attacken. Amazon wiederum argumentiert, dass die Wörter „App Store“ generisch seien und Apple nicht die exklusiven Rechte darüber habe.

Apple hatte seinen App Store mit Programmen für Geräte mit dem iOS-Betriebssystem wie iPhones und iPads 2008 gestartet und die Markenrechte an dem Namen beantragt. Die US-Patentbehörde gewährte sie bereits, allerdings geht Konkurrent Microsoft gegen die Entscheidung vor.