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Konkurrenzkampf
04/29/2011

Apple macht erstmals mehr Profit als Microsoft

Apple verbuchte im abgelaufen Quartal einen höheren Gewinn als Microsoft. Die Entwicklung hat sich bereits im Vorfeld abgezeichnet, zuletzt waren die Kalifornier bereits mit starken Umsatzzahlen aufgefallen. Microsoft leidet zunehmend am schwachen Absatz traditioneller PCs.

Der kalifornische Konzern Apple hat seinen Konkurrenten Microsoft erstmals auch in Gewinnzahlen überholt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag veröffentlichte Microsoft aktuelle Finanzzahlen. So lag der Gewinn im letzten Quartal 2010 mit 5,2 Milliarden US-Dollar deutlich hinter den rund sechs Milliarden, die Apple im ersten Quartal 2011 erwirtschaften konnte.

Auch in Umsatzzahlen hat Apple die Nase vorne. Die Kalifornier verzeichneten mit rund 24,6 Milliarden rund 8,2 Milliarden US-Dollar mehr als Microsoft mit 16,4 Milliarden.

Zu Beginn des Jahres 2010 lagen Apples Gewinnzahlen noch rund 1,1 Milliarden US-Dollar hinter denen von Microsoft, zuletzt schrumpfte Microsofts Vorsprung bereits auf rund 600 Millionen. Mit der aktuellen Entwicklung setzt sich dieser Trend offenbar auch weiterhin fort.

Schwach bei PCs - gut bei Games
Microsoft bekommt vorwiegend den schleppenden Absatz von traditionellen PCs zu spüren. Das Betriebssystem Windows verkaufte sich im abgelaufenen Quartal schlechter. Der Umsatz in dieser Sparte sank dem Unternehmen zufolge um vier Prozent.

Die Einbußen wurden aber durch eine höhere Nachfrage nach Office-Anwendungen und der Spielekonsole Xbox wettgemacht. Nachbörslich gab die Microsoft-Aktie trotzdem mehr als zwei Prozent nach.

Sorge um PC-Markt
"Es gibt die Sorge, dass der PC-Markt zum Erliegen kommt", sagte Analyst Colin Gillis von BGC Financial. Das sei aber angesichts der Verkaufszahlen von Windows 7 übertrieben. Das Betriebssystem wurde seit der Einführung vor 18 Monaten 350 Millionen Mal verkauft und ist damit das erfolgreichste überhaupt.

Microsoft könnte Anschluss verpassen
Viele Investoren sind aber skeptisch, ob Microsoft seine dominante Rolle bei Betriebssystemen verteidigen kann. So wurden im ersten Quartal dieses Jahres ein Prozent weniger Personalcomputer verkauft. Viele neuere Geräte, etwa das iPad von Apple oder Tablet-PCs und Mobiltelefone mit dem Betriebssystem Android von Google kommen zudem ohne Software von Microsoft aus. Die Angst, dass der Branchenprimus den Anschluss verpasst, sorgte im vergangenen Jahr für einen Kursverlust an der Börse von 15 Prozent, während der Nasdaq-Index 16 Prozent zulegte. Dabei übertrifft der Konzern regelmäßig die Erwartungen der Wall Street.

Microsoft ist für mich kein Wachstumstitel mehr“, sagte Channing Smith vom Capital Advisors Growth Fund. Es handele sich dennoch um ein attraktives Papier. Die Bilanzen des Unternehmens seien unerreicht.

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