B2B
26.03.2014

"Candy-Crush"-Entwickler knickt bei Börsendebüt ein

Popularität im Netz ist noch lange kein Garant für Börsenerfolg. Dem Entwickler der Spiele-App „Candy Crush“ schlägt beim Gang Skepsis der Anleger entgegen.

Die Firma hinter dem populären Smartphone-Spiel „Candy Crush“ hat ein holpriges Börsendebüt hingelegt. Der erste Kurs von King Digital Entertainment lag am Mittwoch um 9 Prozent unter dem Ausgabepreis von 20,50 Dollar. Später fiel der Preis zeitweise sogar unter 20 Dollar. Dies gilt an der Börse als schlechtes Omen. So waren Facebooks Aktien kurz nach dem Börsengang vor knapp zwei Jahren auf eine lange Talfahrt gegangen, bevor sie sich schließlich wieder erholten. Im Gegensatz zu vielen anderen Internetfirmen schreibt King Digital Entertainment Gewinn, und zwar 568 Millionen Dollar im vergangenen Jahr. Der Umsatz lag bei 1,9 Milliarden Dollar.

97 Millionen Nutzer täglich

Zugpferd für das Geschäft ist vor allem die populäre App „Candy Crush“, bei der man virtuelle Süßigkeiten in bestimmten Kombinationen vom Bildschirm räumen muss. Das Spiel hat 97 Millionen Nutzer täglich. Das Geld machen die Entwickler mit In-App-Verkäufen wie zusätzlichen Leben oder nützlichen Artikeln.

Das Unternehmen und seine Alteigentümer werfen 22 Millionen Aktien auf den Markt. Wenn die Nachfrage stark ist, können die beteiligten Banken weitere 3,3 Millionen Anteilsscheine verkaufen. Zusammen mit den Anteilsscheinen, die bei den Alteigentümern verbleiben, wird das gesamte Unternehmen mit annähernd 7,1 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro) bewertet.

Misserfolg von Zynga

Der Twitter -Börsengang im November und der Höhenflug der Facebook -Aktie schürten Spekulationen, dass es weitere Technologiefirmen wie etwa den Musik-Dienst Spotify an den Markt ziehen könnte. Gleichzeitig wirft das Schicksal von Zynga noch immer einen Schatten auf die Spiele-Branche: Seit seinem Börsendebüt 2011 hat Zynga rund die Hälfte seines Wertes eingebüßt.