B2B
05.05.2015

Börsengang kostet: Rocket Internet schreibt Verlust

Der Börsengang kommt die Startup-Holding Rocket Internet teuer zu stehen. Das Unternehmen musste einen Verlust von über 20 Millionen Euro hinnehmen.

Im vergangenen Jahr hätten bei Rocket Internet außerordentliche Ausgaben im Zusammenhang mit dem Marktdebüt zu einem Verlust von 20,2 Millionen Euro geführt, teilte das Berliner Unternehmen am Dienstag mit. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 174,2 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Damals sorgte unter anderem der Verkauf von Anteilen am Online-Modehändler Zalando für positive Impulse. Der Umsatz stieg 2014 dank eines guten Wachstums der E-Commerce-Unternehmen in Brasilien um 43 Prozent auf 104 Millionen Euro.

Rocket hatte bei seinem Börsengang im Oktober 2014 rund 1,4 Milliarden Euro eingenommen. Die Aktien sind im nur schwach regulierten Entry Standard gelistet. Das Unternehmen, das von dem bekannten Gründer Oliver Samwer geführt wird, nutzt bewährte Internetgeschäftsmodelle, überträgt sie auf neue Märkte vor allem in Schwellenländern und Europa, um sie dort groß zu machen. An diesen nunmehr mehr als 100 Startups hält Rocket Internet in der Regel nicht die Mehrheit. Zum Rocket-Portfolio gehören unter anderem Startups wie HelloFresh, Foodpanda, Dafiti sowie die Online-Möbelhändler Westwing und Home24.