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B2B
08/26/2014

China nimmt Internet Explorer unter die Lupe

Der US-Softwarekonzern Microsoft gerät ins Visier der chinesischen Kartellwächter. Neben dem Browser ist auch der Media Player ein Thema.

Im Zentrum der Untersuchung stehen der Internetbrowser Explorer und der Media Player, mit dem Bilder, Video- und Audiodateien abgespielt werden können. Beide werden oft im Paket mit dem Betriebssystem Windows und der Bürosoftware Office angeboten. Microsoft sei nicht vollständig transparent, was den Verkauf von Windows und Office angehe, sagte der Chef
Staatlichen Verwaltung für Handel und Industrie, Zhang Mao, am Dienstag in Peking. Der Konzern habe aber Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekundet. „Die Untersuchung läuft, wir werden die Ergebnisse rechtzeitig veröffentlichen.“

China hat Microsoft bereits zu Monatsbeginn die Verletzung der Anti-Monopol-Gesetze vorgeworfen. Es gebe Probleme mit der Kompatibilität, Bündelung und der Dokumentierung bei Windows und Office. Die Behörden waren zuletzt auch gegen andere westliche Firmen vorgegangen, darunter gegen Mercedes-Benz und
den Chip-Hersteller Qualcomm.

Windows war lange das dominierende Betriebssystem für Computer. Dass die Software im Paket mit dem Internet Explorer und dem Media Player angeboten wurde, hatte auch europäische und amerikanische Kartellwächter auf den Plan gerufen. Die EU-Kommission verhängte eine Strafe von knapp 1,4 Milliarden
Euro.