© LG

B2B
01/06/2013

China verhängt Strafen über LG und Samsung

Die beiden Konzerne sollen sich an einem LCD-Preiskartell beteiligt haben, das zwischen 2001 und 2006 die Preise mit vier anderen Unternehmen kontrolliert hat. Nun müssen die beteiligten Unternehmen insgesamt 43 Millionen Euro Strafe bezahlen.

Die chinesische Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) gab am Freitag ihr Urteil im Fall der Preisabsprachen mehrerer LCD-Panel-Hersteller bekannt. Demnach müssen Samsung, LG sowie vier weitere asiatische Panel-Hersteller insgesamt 353 Millionen chinesische Yuan (rund 43 Millionen Euro) bezahlen. Der Großteil der Strafen (219 Millionen Yuan) fällt auf die beiden südkoreanischen Konkurrenten LG und Samsung, die am stärksten von den Absprachen zwischen 2001 und 2006 profitiert haben sollen. Insgesamt konnten die sechs Unternehmen in China aufgrund der Absprachen rund 208 Millionen Yuan (25 Millionen Euro) höhere Einnahmen verzeichnen.

Bereits zuvor Strafen verhängt
Zwischen 2001 und 2006 sollen 53 Treffen zwischen den Unternehmen stattgefunden haben. Neben Samsung und LG wurden auch die taiwanischen Unternehmen Innolux, AU Optronics, Chunghwa Picture Tubes und HannStar belangt. Die Unternehmen haben laut NDRC die Tat gestanden. Bereits 2011 wurden Samsung, Sharp und sechs andere Unternehmen wegen Preisabsprechen auf dem Panel-Markt zu einer Strafe von 295 Millionen Euro verurteilt. Auch die Europäische Union hat bereits im Dezember 2010 sechs LCD-Panel-Herstellern wegen Preisabsprachen eine Strafe von 649 Millionen Euro auferlegt.

Mehr zum Thema

  • EU: Milliarden-Strafe für TV-Hersteller
  • Display-Herstellern droht EU-Kartellstrafe
  • E-Book-Streit: EU akzeptiert Apple-Angebot