B2B
28.06.2016

Chinas erstes eigenes Flugzeug startet Linienbetrieb

Die ARJ21 ist Chinas erster Versuch, Platzhirschen wie Embraer und Bombardier am Regionaljetmarkt Konkurrenz zu machen. Ab sofort wird der Jet bei Chengdu Airlines eingesetzt.

Chinas erster Versuch, am Flugzeugmarkt Fuß zu fassen, ist der Regionaljet ARJ21. Ab sofort setzt die chinesische Billig-Fluglinie Chengdu Airlines auf ein Exemplar der Maschine. Den Linienbetrieb nahm man am Dienstag mit einem Flug von Chengdu nach Shanghai auf. Das zweistrahlige Flugzeug kann bis zu 90 Passagiere transportieren und hat laut dem staatlichen Hersteller eine Reichweite von bis zu 2.200 Kilometer. Ursprünglich wollte man den kommerziellen Einsatz bereits 2006 beginnen, Schwierigkeiten bei der Produktion verzögerten den Start jedoch.

Zu der Konkurrenz bei den Regionaljets zählen vorwiegend das brasilianische Unternehmen Embraer und die Kanadier von Bombardier. Bislang ist die chinesische Maschine noch nicht von der US-Flugsicherheitsbehörde FAA zugelassen, was den Markteintritt noch zusätzlich verzögert.

MD-80

In Sachen Design erinnert die ARJ21 an die McDonnell Douglas MD-80, die bis Ende der 90er Jahre produziert wurde. Teilweise wurden auch Designelemente übernommen. Außerdem floss Technologie des ukrainischen Luftfahrtunternehmens Antonov ein.

Bislang wurden insgesamt 300 Exemplare der ARJ21 bestellt, vorwiegend von chinesischen Airlines.