B2B
13.02.2011

Chip-Ausrüster Aixtron will unabhängig bleiben

Trotz rasanten Wachstums der Firma keine Fusion geplant

Der börsenotierte Chip-Anlagenbauer Aixtron will als eigenständiges Unternehmen auf Wachstumskurs bleiben. "Unsere Wachstums"story" ist intakt, und wir brauchen keinen Partner", sagte Finanzchef Wolfgang Breme in einem Interview der "Börsen-Zeitung" (Wochenendausgabe).

Auch nach einem Ankeraktionär suche das deutsche Unternehmen nicht. "Wir brauchen keinen Beschützer", erklärte Breme. Trotz eines Streubesitzes von über 92 Prozent sei es wenig wahrscheinlich, dass Aixtron von einem großen Chip-Konzern geschluckt werde.

Rasantes Wachstum

Aixtron wächst derzeit wegen des Booms bei LED-Fernsehern extrem schnell. Am Markt gab es deshalb immer wieder Spekulationen, US-Konzerne wie Creeoder der weltgrößte Chipausrüster Applied Materials könnte das Aachener Unternehmen übernehmen. Die Gerüchte über ein Interesse von Applied Materials bezeichnet Breme jedoch als haltlos, und ein Zusammengehen des Bauelementeherstellers Cree mit dem Anlagenbauer Aixtron mache für beide Seiten keinen Sinn.

Seine für 2010 ausgegeben Ziele - einen Umsatz von rund 750 Millionen Euro und eine Ebit-Marge von 35 Prozent - hat Aixtron wohl erreicht. "Selbstverständlich werden wir auch in diesem Jahr das liefern, was wir unseren Investoren zugesagt haben", erklärte Breme. Von den deutlich verbesserten Ergebnissen sollen auch die Aktionäre profitieren. "Vor diesem Hintergrund kann man durchaus auch von einer wesentlich höheren Dividende ausgehen", kündigte der Finanzchef an.

(APA/Reuters)